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Bienenfresser: Ein farbenfroher Zugvogel

Farbenfroher Langstreckenzieher  

Bienenfresser: Ist der bunte Vogel eine Bedrohung für Insekten?

01.05.2020, 11:18 Uhr | agr, t-online.de

Bienenfresser: Ein farbenfroher Zugvogel. Bienenfresser: Der Zugvogel trägt seinen Namen unter anderem deshalb, weil er Insekten frisst.  (Quelle: imago images/Blickwinkel)

Bienenfresser: Der Zugvogel trägt seinen Namen unter anderem deshalb, weil er Insekten frisst. (Quelle: Blickwinkel/imago images)

Er sieht aus, als würde er besser in einen Dschungel passen, als nach Deutschland: Der Bienenfresser ist grellbunt. Doch ist der Zugvogel gefährlich für die heimischen Bienen? 

Türkis, Gelb, Grün und Braun – in Deutschland ist kaum ein Vogel so farbenfroh, wie der Bienenfresser. Ausgerechnet die Klimakrise ist ein Grund dafür, dass der Zugvogel immer häufiger in Deutschland zu sehen ist. Doch verschlimmert das bunte Tier das Insektensterben? 

Wie sieht ein Bienenfresser aus? 

Der Verwandte des Eisvogels ist zwischen 27 und 29 Zentimeter groß, kann aber eine Flügelspannweite von bis zu 49 Zentimeter erreichen. Auffällig ist, wie farbenfroh der Zugvogel ist: 

  • schwarzer Schnabel
  • rote Iris
  • braun-gelb-grün-türkise Oberseite bei älteren Vögeln, grünliche Oberseite bei jüngeren
  • türkise Unterseite
  • gelbe Kehle

Das exotische Aussehen der Vögel ist kein Zufall: Die Bienenfresser gehören zu den Rackenvögeln, einer tropischen Vogelgruppe, mit der auch die Eisvögel verwandt sind.

Der Gesang des Bienenfressers ist ein lautes "Prrüt Prrüt", das der Vogel im Flug auslässt.

Wo lebt der Bienenfresser? 

Der Zugvogel verlässt spätestens Anfang Oktober Deutschland und macht sich dann auf eine lange Reise. Als Langstreckenzieher fliegen die Vögel in den Senegal, nach Ghana, Kenia und sogar bis nach Südafrika. 

Gibt es Bienenfresser auch in Deutschland?

Seit den 1990-er Jahren verbringen einige dieser Zugvögel den Sommer in Deutschland, bevor sie im Herbst wieder nach Afrika aufbrechen. In Deutschland kann der farbenfrohe Exot am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg und in der Nähe von Merseburg in Sachsen-Anhalt beobachtet werden.

Doch der Bienenfresser taucht immer öfter auch in Rheinland-Pfalz auf. 

Wo nistet der Bienenfresser?

Der Vogel bevorzugt eine abwechslungsreiche Umgebung in niedriger Lage und mit trocken-warmem Klima. Gewässernähe mag der Bienenfresser genauso wie brachliegende Wiesen, Streuobstbestände und generell Bäume und Sträucher. Der Bienenfresser brütet in Höhlensystemen, die er in mehreren Metern Höhe baut.

Der Bienenfresser baut sein Nest oft in offenen Kies- und Sandgruben.

Warum heißt der Bienenfresser so?

Neben Libellen, Hummeln und Wespen fressen die Vögel besonders gerne Bienen – der Umstand, dem der Bienenfresser seinen Namen verdankt. Doch gefährlich ist er dennoch nicht für die bedrohten Bienen. Der Bienenfresser bevorzugt große Insekten, die er im Flug fängt, und weicht auf Bienen nur aus, wenn er kein größeres Futter findet. Außerdem ist die Population des Vogels in Deutschland zu klein, um eine ernsthafte Bedrohung für Bienen zu sein. 

Verwendete Quellen:
  • Naturschutzbund Deutschland: Steckbrief Bienenfresser
  • Badische Zeitung: Der Bienenfresser breitet sich immer mehr aus
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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