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Pfingstbräuche: Die Pfingstblüttler als Fruchtbarkeitsritus

Pfingsten  

Pfingstbräuche: Die Pfingstblüttler als Fruchtbarkeitsritus

07.05.2014, 17:21 Uhr | uc (CF)

Pfingstbräuche wie der Pfingstblüttler sind vielerorts immer noch lebendig. Mit den Ritualen wird der nahende Sommer gefeiert und die kommende Fruchtbarkeit der Natur. Von Region zu Region äußern sich die Festlichkeiten dazu ganz unterschiedlich.

Pfingstblüttler: Schweizer Tradition

Mit dem Begriff Pfingstblüttler wird ein ganz bestimmter Brauch aus der Gemeinde Ettingen in der Schweiz an Pfingsten beschrieben. Am Pfingstmorgen begeben sich die jungen Männer der Orte in den Wald, um dort zunächst Buschreisig zu schneiden. Mit etwas Hilfe kleiden sich die Teilnehmer nun in die Pflanzenteile – bei Zuschauern entsteht somit der Eindruck, ein grüner Busch sei zum Leben erweckt worden.

Nach dem Gottesdienst ziehen die verkleideten Gruppen bis zum Dorfbrunnen: Dort nehmen sie ein kühles Bad und versuchen schließlich, die umstehenden Zuschauer zu bespritzen. Ziel der Wasserattacken sind dann zumeist die jungen Frauen aus der heimischen Ortschaft.

Pfingstbräuche: Ursprung des Pfingstblüttlers

Mit dem Brauch des Pfingstblüttlers hängen vermutlich auch viele Pfingstbräuche in anderen Regionen, etwa auch in Deutschland, zusammen: Denn Fruchtbarkeitsrituale wie der Pfingstblüttler, Pfingstlümmel, Pfingstmockel, Wasservogel und andere haben wahrscheinlich einen gemeinsamen Ursprung. In vorchristlichen Zeiten entwickelte sich der Mythos des Grünen Mannes, auch Grüner Georg genannt, welcher viele Attribute der Natur auf sich vereinte. Die Pfingstblüttler verkörpern den Grünen Mann, der zunächst die Erde befruchtet und anschließend rituell aus dem Leben scheiden muss.

Pfingstbräuche in Deutschland

Pfingstbräuche wie der des Pfingstblüttlers gibt es unter anderem im Bayerischen Wald. Dort verkleidet sich ein junger Mann als Pfingstl, andere Teilnehmer übernehmen die Rolle seiner Gefolgschaft. Die Gruppen ziehen von Haus zu Haus, sagen dabei Reime auf und bekommen als Belohnung Eier, kleine Geschenke oder etwas Geld. Im Taunus gibt es hingegen den sogenannten Wasservogel. Ein junger Bursche wird ebenfalls mit Blättern geschmückt, dann zuerst mit Wasser übergossen und im Dorfweiher schließlich untergetaucht.

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