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Alter von Hunden: So lange dauert ein Hundejahr wirklich

Nicht sieben Menschenjahre  

So lange dauert ein Hundejahr wirklich

03.10.2020, 14:01 Uhr | dpa, sah, t-online

Alter von Hunden: So lange dauert ein Hundejahr wirklich. Labrador Retriever: Forscher haben herausgefunden, wie man das Alter von Hunden am besten berechnet. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Labrador Retriever: Forscher haben herausgefunden, wie man das Alter von Hunden am besten berechnet. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre – so lautet die gängige Faustregel zum Berechnen des Hundealters. Forscher halten diese Regel für falsch – und schlagen eine andere Berechnungsformel vor.

Die weitverbreitete Faustregel zum Alter von Hunden, wonach ein Jahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, halten US-Forscher für ziemlich falsch. Erbgutanalysen zufolge altern die Vierbeiner nicht in einem konstant schnelleren Tempo als ihre Herrchen, schreiben Trey Ideker von der University of California San Diego und sein Team im Fachjournal "Cell Systems". Stattdessen altern junge Hunde besonders rasch im Vergleich zum Menschen, später verlangsamt sich der Alterungsprozess dann aber.

Neue Formel zur Berechnung der Hundejahre

Statt der einfachen Sieben-Jahre-Faustregel schlagen die Forscher aufgrund ihrer Untersuchungen an 104 Labrador Retrievern eine etwas kompliziertere Formel vor: "Menschenalter = 16 ln(Hundealter) + 31". Dabei handelt es sich um eine sogenannte logarithmische Funktion.

Möchte man mit der Formel selbst rechnen, sollte man einen Taschenrechner zur Hand haben, der die Taste "ln" (natürlicher Logarithmus) hat. Demnach wäre ein einjähriger Hund altersmäßig nicht mit einem sieben, sondern mit einem 31 Jahre alten Menschen vergleichbar, ein vier Jahre alter Hund mit einem 53 Jahre alten Menschen. Mit neun hätte ein Hund dann das vergleichbare Menschenalter von 66 Jahren erreicht.

Bei ihrer Analyse konzentrierten sich die Forscher auf winzige Veränderungen der DNA. Diese zahlreich vorkommenden DNA-Methylierungen gibt es sowohl beim Menschen als auch bei Hunden. Die Methylierungen bilden bestimmte Muster im Erbgut, die auf die Lebensphase eines Individuums schließen lassen. Das machten sich die Forscher zunutze und stellten einen Zusammenhang zwischen den altersabhängigen Mustern bei Hunden und denen bei Menschen her. Aus ihren Ergebnissen leiteten sie die neue Formel ab.

Nicht für alle Hunderassen anwendbar

Den Forschern zufolge ist es wichtig, den Alterungsprozess von Hunden besser zu verstehen. So nutzen Tierärzte oft noch die alte Sieben-Jahre-Faustregel und machen davon diagnostische und therapeutische Entscheidungen abhängig.

Es muss aber noch weitere Untersuchungen geben. So ist die neue Formel nur auf Grundlage der untersuchten Labrador Retriever entstanden. Für andere Hunderassen, die eine niedrigere oder höhere Lebenserwartung haben, kann die Formel abweichen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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