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Karsamstag oder Ostersamstag – das ist der Unterschied

Tag vor Ostern  

Karsamstag oder Ostersamstag? Das ist der Unterschied

03.04.2021, 16:13 Uhr
Karsamstag oder Ostersamstag – das ist der Unterschied. Tag vor Ostersonntag: Ist es Karsamstag oder Ostersamstag? (Quelle: Getty Images/Marianna Ivanenko )

Tag vor Ostersonntag: Ist es Karsamstag oder Ostersamstag? (Quelle: Marianna Ivanenko /Getty Images)

Was folgt auf Karfreitag? Für die einen ist es Karsamstag, andere sprechen von Ostersamstag – doch was ist richtig und worin unterscheiden sich die beiden Tage? 

Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Doch wie lautet die korrekte Bezeichnung für den Tag davor?

Unterschied: Karsamstag und Ostersamstag

Jedes Jahr am Freitag vor Ostern ist Karfreitag. Der Tag liegt zwischen Gründonnerstag und Karsamstag. Der Karsamstag ist wiederum der Samstag vor Ostersonntag und beschließt die Karwoche. Denn an diesem Tag ist Jesus noch nicht auferstanden – nach der Kreuzigung am Karfreitag liegt er im Grab. Karsamstag gilt demnach als Tag der Grabesruhe.

Er ist daher nicht zu verwechseln mit dem Ostersamstag. Der Ostersamstag bezeichnet den Samstag eine Woche nach Ostern. Er ist der Tag vor dem Weißen Sonntag, der Sonntag nach Ostern, mit dem die sogenannte Osteroktav – also die Osterwoche – endet.

Bedeutung von Karsamstag

Karsamstag: Es wird an das Leiden und den Tod Jesu erinnert. (Quelle: Getty Images/Maria Marganingsih)Karsamstag: Es wird an das Leiden und den Tod Jesu erinnert. (Quelle: Maria Marganingsih/Getty Images)

Karsamstag wird auch als "stiller Samstag" oder "Karsonnabend" bezeichnet. Es ist jedoch kein Feiertag und die an Karfreitag geschlossenen Geschäfte haben an diesem Tag wieder geöffnet. Karsamstag ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des in der katholischen Kirche sogenannten österlichen Triduums – also der "drei heiligen Tage" vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag bis zum Ostersonntag.

Der Name Karsamstag leitet sich vom althochdeutschen Wort "kara" ab, was Trauer, Kummer oder Wehklage bedeutet. An diesem Tag findet keine Eucharistiefeier statt, das heißt es wird keine Kommunion gespendet. Die Altäre in den Kirchen sind nicht mit Kerzen oder Blumen geschmückt und es werden höchstens Trauermetten gebetet. Laut dem Markusevangelium hielten Maria und Maria aus Magdala an diesem Tag die Sabbatruhe ein und es war ein Tag der Trauer, Furcht und Hoffnungslosigkeit für die Jünger Jesu.

Das Osterfest wird mit der Osternacht – der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag – eingeläutet. Oft werden dabei Osterfeuer entzündet und Gottesdienste gefeiert.

Ende der Fastenzeit

Mit dem Karsamstag endet auch die Fastenzeit. Von Aschermittwoch bis Karsamstag haben viele Gläubige beispielsweise auf Fleisch, Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten verzichtet. Das Fasten geschieht nach dem Vorbild Jesu. Dieser verbrachte vor seinem öffentlichen Auftreten 40 Tage fastend in der Wüste, so eine biblische Erzählung.

Allerdings wird bei der Fastendauer heutzutage ein wenig getrickst. Sie ist symbolisch und geht eben auf die biblischen Fastentage Jesu zurück. Man rechnet: Aschermittwoch bis Gründonnerstag minus die Sonntage, an denen nämlich nicht gefastet werden muss. Das ergibt aber nur 38 Tage. Um auf 40 Tage zu kommen, zählt man noch die Fastentage Karfreitag und Karsamstag dazu – obwohl die aus kirchlicher Sicht eigentlich schon zu Ostern gehören.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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