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Schule: Bildung der Eltern beeinflusst Schulwahl der Kinder

Ungleiche Chancen  

Bildung der Eltern beeinflusst Schulwahl der Kinder

08.09.2016, 13:02 Uhr | AFP

Schule: Bildung der Eltern beeinflusst Schulwahl der Kinder. Unterricht am Gymnasium. (Quelle: dpa/Archivbild)

Unterricht am Gymnasium. (Quelle: Archivbild/dpa)

Je niedriger der Bildungsabschluss der Eltern, umso seltener kommen die Kinder auf ein Gymnasium. Der Trend der Vorjahre setzt sich fort. 

Das Bildungsniveau der Eltern beeinflusst in Deutschland nach wie vor, welche weiterführende Schule ihre Kinder besuchen. Das teilt das Statistische Bundesamt zum Weltbildungstag mit.

Mittleres Bildungsniveau bevorzugt Realschule

61 Prozent der Kinder unter 15 Jahren, deren Eltern selbst einen hohen Bildungsabschluss haben, besuchten 2015 ein Gymnasium. Nur 18 Prozent der Kinder hochgebildeter Familien gingen auf eine Realschule oder eine Schule mit mehreren Bildungsgängen. Nur ein verschwindend geringer Anteil von drei Prozent besucht die Hauptschule.

Eltern mit mittlerem Bildungsniveau schicken ihre Kinder am häufigsten auf die Realschule (35 Prozent). Nur 30 Prozent besuchen das Gymnasium. Ein fast ebenso großer Teil der Kinder (28 Prozent) lernt an einer Schule mit mehreren Bildungsgängen, etwa an einer Gesamtschule. Die Hauptschule wird selten gewählt (sieben Prozent).

Hauptschulen werden zunehmend von Gesamtschulen abgelöst

Etwa jedes fünfte Kind von Eltern mit Hauptschulabschluss besuchte 2015 ebenfalls eine Hauptschule. Fünf Jahre zuvor war es noch mehr als jedes Dritte (38 Prozent). Zugleich stieg die Zahl der Gesamtschüler in diesen Familien. Fast jedes dritte Kind (31 Prozent) besuchte eine Gesamtschule - fünf Jahre zuvor waren es nur 14 Prozent.

Als Grund nennen die Statistiker, dass es vielerorts keine Hauptschulen mehr gibt. In vielen Bundesländern wurde diese Schulform ganz abgeschafft oder die Hauptschulen sind selten geworden.

Nur jedes siebte Kind aus einer Familie mit niedriger Bildung besucht ein Gymnasium (14 Prozent). Dennoch sehen Statistiker erste Anzeichen dafür, dass mehr junge Leute aus dieser Bildungsschicht höhere Abschlüsse machen als ihre Eltern.

Die Gesamtschule ist unabhängig vom Bildungsabschluss der Eltern gefragter als zuvor. Der Anteil der Kinder hochgebildeter Eltern, die an einer Gesamtschule lernen, kletterte im Vergleichszeitraum von 11 auf 18 Prozent. Bei den Eltern mit Realschulabschluss waren es 28 Prozent nach 12 Prozent vor fünf Jahren.

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