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Perseiden 2017: Jetzt kommt das Sternschnuppen-Wochenende

Reges Treiben am Himmel  

Sternschnuppen über Deutschland – Was Sie wissen müssen

12.08.2017, 16:54 Uhr | dpa, AFP

Perseiden 2017: Jetzt kommt das Sternschnuppen-Wochenende. Viele Sternschnuppen am Wochenende: Was Sie wissen müssen (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)

Ihren Namen haben die Sommermeteore vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

Der August bietet viel für Himmelsgucker: Auf die Mondfinsternis folgen die Perseiden. Der Sternschnuppenstrom beginnt bereits und steigert sich bis zum Wochenende. Was Sie wissen sollten.

Seit Anfang der Woche hält am Nachthimmel der Sternschnuppenregen der Perseiden seinen Einzug. Der Höhepunkt des funkelnden Spektakels am Himmel wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August (von Samstag auf Sonntag) erwartet. "Aber es geht jetzt schon langsam los", sagte Caroline Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde für alle diejenigen, die die große "Nacht der Wünsche" nicht abwarten möchten.

Die Aussichten sind jedoch schlecht. So soll nur Norddeutschland einen Blick auf die begehrten Himmelskörper erhaschen können. Hier sollen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein. Restdeutschland wird laut aktuellem Wetterbericht, die funkelnde Show leider nicht zu Gesicht bekommen.

Die Spur zum Sternenbild Perseus

Ihren Namen haben die Sommermeteore vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ. 

216.000 Stundenkilometer schnell

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Dem mit der Erde durchs All sausenden Beobachter bietet sich bei einem Meteorschwarm ein Bild wie einem Autofahrer bei dichtem Schneetreiben: Beim Blick durch die Windschutzscheibe scheint es, als kämen alle Schneeflocken von einem gemeinsamen Ausgangspunkt. In Wahrheit spielt nur die Perspektive einen Streich – genauso wie bei den Perseiden, deren Leuchtspuren sich alle ins Sternbild Perseus zurückverlängern lassen. 

Was die Sicht auf die Sternschnuppen trüben könnte

Problematisch könnte allerdings der Mondschein sein: Da am 7. August Vollmond war, ist am nächtlichen Himmel auch am 12. August noch ziemlich viel Mond zu sehen, dessen Licht es erschwert, die Perseiden zu erblicken. "Frühaufsteher haben bessere Chancen – die müssen dann allerdings bereits gegen drei Uhr nach den Perseiden Ausschau halten", sagte Liefke.

In Großstädten kommt das zusätzliche Licht von Straßenlaternen, Beleuchtung von Gebäuden und anderen Lichtquellen erschwerend hinzu. Ausgerechnet im Alpenraum, wo besonders wenig "Lichtverschmutzung" droht, muss hingegen zumindest in den kommenden Nächten mit Gewittern geregnet werden.

Helle Meteroe bleiben sichtbar

Auch wenn das Mondlicht in diesem Jahr viele Perseiden verblassen lässt, werden die Lichtspuren der besonders hellen unter den Augustmeteoren am Nachthimmel deutlich sichtbar sein. Denn die größeren Meteore leuchten bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre so stark wie helle Sterne und Planeten.

Noch heller, aber auch entsprechend seltener sind die so genannten Feuerkugeln. Diese spektakulären Meteore ziehen oft einen farbig nachglühenden Schweif hinter sich her.

Suchen Sie sich einen hellen Platz

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl und eine gute Rundumsicht reichen aus. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Weitere Himmelschauspiele

Im Juli 2018 folgt eine totale Mondfinsternis, die auch in Mitteleuropa beobachtet werden kann. Die nächste partielle Sonnenfinsternis, die von Deutschland aus zu sehen ist, wird im Oktober 2022 erwartet – die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland jedoch erst 2081.

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