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Beziehungs-Test: Das steckt hinter der "Orangenschalen-Theorie"


Viraler Beziehungstest
Das steckt hinter der "Orangenschalen-Theorie"


06.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Frau schält Orange (Symbolbild): In Beziehungen geht es nicht nur um die kleinen Dinge im Leben.Vergrößern des Bildes
Frau schält Orange (Symbolbild): In Beziehungen geht es nicht nur um die kleinen Dinge im Leben. (Quelle: eternalcreative/getty-images-bilder)

Eine Orangenschale soll Ihnen mitteilen können, wie stark die Bindung Ihres Partners zu Ihnen ist. Was sagen Experten dazu?

Erst ging der "Bird-Test" oder auch "Vogel-Test" in den sozialen Netzwerken viral. Nun soll es die "Orangenschalen-Theorie" sein, die zeigt, wie viel Bestand die eigene Beziehung hat oder ob sich beide Partner bereits auseinander gelebt haben. Was steckt hinter der Theorie? Was sagen Experten dazu?

Darum geht es bei der "Orangenschalen-Theorie"

Bei der "Orangenschalen-Theorie" soll der eine Partner den anderen bitten, für ihn eine Orange zu schälen. Entweder, weil man selbst gerade nicht in der Lage dazu ist oder weil man diese Tätigkeit unausstehlich findet. Ein aufmerksamer, liebender Partner, so heißt es, wird diese kleine Aufgabe anstandslos erfüllen.

Hinter der Theorie steckt, wie bereits beim "Bird-Test", zu kontrollieren, wie aufmerksam der Partner ist und wie ernst er die Bedürfnisse oder Abneigungen des anderen nimmt.

Die "Orangenschalen-Theorie" soll auch mit anderen Alltäglichkeiten funktionieren: unter anderem mit dem Pellen von Eiern oder einer anderen Art der Essensvorbereitung. Wichtig ist, dass die fragende Person die Tätigkeit nicht ausstehen kann, ihr Partner es aber gerne für sie übernimmt – teilweise auch ohne darum gebeten zu werden.

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Das sagen Experten zu dem Test

Der Hashtag #orangepeeltheory hat auf Tiktok inzwischen 46 Millionen Aufrufe. Und einige Nutzer sind begeistert davon. Experten sehen den Test jedoch kritisch.

Zwar sind in Beziehungen kleine, romantische Gesten wichtiger als große und teure, allerdings sollte sich ein Partner nicht zu sehr auf Kleinigkeiten versteifen. Vielmehr geht es, da sind sich Experten einig, um die allgemeine Fürsorge, die einem der Partner im Alltag entgegenbringt. So sei es wichtig, dass beide das Gefühl haben, einander nahe zu sein und umsorgt zu werden – und zwar dann, wenn es wirklich wichtig und nicht bloß ein Test ist.

Auch Erich Hegmann, Paartherapeut, warnt vor der Theorie. "Ich halte das für zu vereinfacht und auch problematisch", erklärt der Experte t-online. "Die Theorie sagt: 'Wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du …'. Und diese Überzeugung erlebe ich eher als ein Ticket ins Unglück." Zudem könne es sein, dass der Partner aus verschiedenen Gründen gerade nicht aufmerksam ist oder sein kann.

Hegmann merkt noch einen weiteren Punkt an: "Was ich schwierig finde ist, dass ein Wunsch grundsätzlich kein Befehl ist und viele Partner mit einem Nein auf eine Bitte nicht gut umgehen können. Da ist der Partner gleich Narzisst oder passiv-aggressiv (was durchaus sein kann, aber nicht sein muss)." Dabei sei ein Nein auch etwas Positives, da es die eigenen Grenzen aufzeige, die auch in einer Partnerschaft weiterhin in einem gewissen Maße bestehen sollten.

"Gleichzeitig bedeutet Achtsamkeit, die Möglichkeit für Verbindung zu schaffen und diese Verbindung ist essenziell. Partner, die nicht auf Einladungen für Verbindungen eingehen, werden sich eher trennen als jene, die das tun. Und solche Verbindungsversuche sind 'Schau mal das Eichhörnchen im Video …' ebenso wie: 'Würdest du das für mich tun?'"

Der Paartherapeut empfiehlt daher: "Pellen Sie die Orange, wenn Sie darum gebeten werden und Sie keine guten Gründe haben, es nicht zu tun. Aber lassen Sie den Gedanken: Ich teste seine Liebe und lasse ihn jetzt mal ein paar Dinge für mich machen.'"

Verwendete Quellen
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