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So denken die Deutschen über das Thema Heiraten


Überraschend romantisch
So denken die Deutschen über das Thema Heiraten

t-online, Helena Serbent

Aktualisiert am 12.06.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein Paar beim Hochzeitskuss: Liebe ist für die meisten Befragten der wichtigste Grund zum Heiraten.Vergrößern des BildesEin Paar beim Hochzeitskuss: Liebe ist für die meisten Befragten der wichtigste Grund zum Heiraten. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Für die Steuer oder wegen der Kinder? Eine neue Umfrage zeigt, was für die Deutschen die wichtigsten Gründe zum Heiraten sind, wie lange man vorher zusammen sein sollte und was die Feier kosten darf.

Heiraten – Für die einen gehört der Schritt vor den Altar fest zur Lebensplanung. Für die anderen ist er unnötig bürokratischer Aufwand. Doch eine Meinung hat fast jeder zu diesem Thema. Passend dazu gibt es nun eine neue Umfrage von YouGov, die sich mit den deutschen Vorstellungen einer Ehe auseinandersetzt.

Gründe für eine Eheschließung

Der wichtigste Grund, um sich das Ja-Wort zu geben? Nicht Erbe, Steuerersparnis oder die Staatsbürgerschaft. 67 Prozent der Umfrageteilnehmenden finden, dass Liebe der Grund für eine Ehe sein sollte. 42 Prozent finden außerdem, dass Verantwortung für einander zu übernehmen am wichtigsten dabei ist. Immerhin 23 Prozent nannten "Absicherung" als guten Hochzeitsgrund, Steuerersparnis ist mit 20 Prozent erst auf Platz vier.

Nur 15 Prozent der Teilnehmer nannten "Kinder, die unterwegs sind" als Hochzeitsgrund. Das passt auch zu einer weiteren Frage, die den Umfrageteilnehmenden gestellt wurde: 47 Prozent sind der Meinung, dass Paare nicht heiraten müssen, bevor sie Kinder bekommen.

Beziehungsdauer vor der Ehe

Wie lange sollten zwei Personen ein Paar sein, bevor sie sich vor den Altar wagen? Eine große Mehrheit von 54 Prozent der Umfrageteilnehmenden ist der Meinung, dass die Länge einer Beziehung keine Rollen spielt. Es müsse sich nur richtig anfühlen.

Nur 18 Prozent finden, man müsse mindestens zwei Jahre zusammen sein, 12 Prozent geben sich mit mindestens einem Jahr zufrieden. Nur vier Prozent raten ganz von der Ehe ab.

Kosten für die Hochzeitsfeier

Das Kleid wie Herzogin Catherine, die Torte vom Edelkonditor und die Feier einem Schloss – die Traumvorstellung von einer Hochzeitsfeier sprengt oft jeden finanziellen Rahmen und muss in der Realität deutliche Abstriche hinnehmen. Doch wie teuer sollte eine Hochzeit werden?

31 Prozent der Befragten ist der Meinung, dass das Budget zwischen 2.001 und 5.000 Euro liegen sollte, 19 Prozent halten 5.001 bis 10.000 Euro für optimal. 16 Prozent sind der Meinung, eine Hochzeit solle nicht mehr 2.000 Euro kosten. Jedoch kann sich jeder Vierte nicht vorstellen, wie teuer eine Hochzeit sein sollte.

Der Druck steigt

Früher war vielleicht nicht alles besser. Aber es gab weniger Druck eine perfekte Hochzeit zu feiern. So sieht es zumindest über die Hälfte der Befragten.

53 Prozent sind der Meinung, dass der Druck eine perfekte Hochzeit zu feiern, heute größer ist als früher. Etwa ein Drittel, 32 Prozent, sieht das nicht so.

Ohne Gottes Segen

Laut der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (FoWid) waren 1960 insgesamt 80 Prozent aller Eheschließungen kirchlich, entweder evangelisch oder katholisch. Im Jahr 2015 waren es nur noch 20,4 Prozent. Das spiegelt sich auch in der Umfrage wieder. 63 Prozent der Befragten stimmten ganz oder eher dagegen, dass eine religiöse Trauung wichtig sei. Nur 28 Prozent der Befragten ist es wichtig, kirchlich zu heiraten.

Die Umfrage, an der insgesamt 2.077 Personen teilnahmen, wurde vom Meinungsforschungsinstitut YouGov zwischen Mai und Juni 2019 durchgeführt.

Verwendete Quellen
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