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So häufig haben die meisten wirklich Sex


Kolumne "Lust, Laster und Liebe"
So häufig haben die meisten wirklich Sex

  • Jennifer Buchholz
MeinungEine Kolumne von Jennifer Buchholz

13.11.2020Lesedauer: 3 Min.
Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Was Meinungen von Nachrichten unterscheidet.
Liebesspiel: Gründe für das Abebben des Sexlebens gibt es viele.Vergrößern des Bildes
Liebesspiel: Gründe für das Abebben des Sexlebens gibt es viele. (Quelle: eclipse_images/getty-images-bilder)

Täglich, zweimal die Woche oder doch nur einmal im Monat? Wie häufig haben die meisten (Frauen und Männer) wirklich Sex? Und ist es normal, wenn es weniger als der Durchschnitt ist?

Umfragen und Studien, wie häufig Paare oder Singles Sex haben, gibt es viele. Und nahezu jede kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Durchschnittlich haben die meisten – egal, in welchem Alter – etwa ein- bis zweimal pro Woche Sex – in der Verliebtheitsphase oft etwas mehr. Schließlich können in der Zeit beide kaum die Finger voneinander lassen und möchte am liebsten den ganzen Tag die Nähe des anderen spüren. Im ersten Jahr kann es daher auch bis zu viermal pro Woche oder sogar täglich heiß hergehen. Mit den Jahren sinkt die Häufigkeit jedoch. Der Alltag schleicht sich ein: Beide nehmen sich kaum noch Zeit füreinander, sind zu erschöpft oder haben etwas anderes, "Wichtigeres" vor. Gründe für das Abebben des Sexlebens gibt es viele.

Sollten sich Paare zum Sex aufraffen?

Nicht jeder ist zufrieden, wenn das Liebesspiel in der Beziehung kaum noch stattfindet. Schließlich werden dadurch die eigenen sexuellen Bedürfnisse nicht gestillt. Das kann belasten. Obendrein empfinden viele einen Leistungsdruck, wenn sie weniger Sex als der Durchschnitt haben. Das baut zusätzlichen Stress auf. Hinzu kommt, dass einige Beziehungsratgeber Frauen und Männer glauben lassen, dass glückliche Paare etwa einmal pro Woche Sex haben. Das kann den Druck weiter erhöhen – falls es bei einem selbst weniger ist. Und so versuchen sich einige Paare zum Sex zu zwingen oder sich dafür zu verabreden. Nur, um im Durchschnitt zu liegen und die Statistik zu erfüllen. Schließlich scheint das ausschlaggebend für eine glückliche Partnerschaft zu sein.

Sicherlich, die Tipps können helfen, die Intimität mit dem Partner zu intensivieren. Und wenn sich beide das einmal vorgenommen haben, klingen Sätze wie: "Heute war ein sehr anstrengender Tag. Lass uns das Sexdate verschieben", nach einer lahmen Ausrede, es mal wieder nicht zu tun. Aber sollten Paare sich dem Druck aussetzen und aufhören, ehrlich über ihr Lustempfinden zu sprechen, nur um einer Norm gerecht zu werden?

"Augen zu und durch."

Nein! Wenn beide keine Lust aufeinander haben, wird der Sex selten schön. Das gleicht dann eher einem Arztbesuch: "Augen zu und durch." Zwar braucht die Bequemlichkeit oder die Lustlosigkeit ab und zu etwas Anschwung, um wieder in Gang zu kommen. Aber ohne künstlichen Druck.

Zwei andere Dinge sind nämlich wesentlich wichtiger als die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs:

Beide sollten ihre sexuellen Bedürfnisse dem anderen gegenüber offen kommunizieren und diese miteinander abgleichen.

Und, was ich noch viel wichtiger finde, die Verbindung zum Partner muss stimmen. Kann ich mit meinem Gegenüber über alles – wie meine eigenen, sexuellen Bedürfnisse – reden, schweißt das zusammen. Sich verstanden zu fühlen, entspannt, schafft Vertrauen und macht Lust aufeinander. Daraus ergibt sich dann automatisch mehr Nähe, Intimität und auch Sex.

Anstatt sich zu fragen, wie viel Sex in einer Beziehung normal ist und sich mit anderen zu vergleichen, sollten Paare sich fragen: "Wie eng bin ich mit meinem Partner verbunden?" sowie "Wie viel Sex brauche ich wirklich?" Das können weder Umfragen noch Studien beantworten.

Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe" über Liebe, Partnerschaft und Sex.

Verwendete Quellen
  • YouGov: So lieben die Deutschen
  • Tenga Lustreport 2020
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