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Biogas – wie klimafreundlich ist diese erneuerbare Energie?

Von Juliane Wellisch

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Trecker mit Pflug vor einer Biogasanlage: Neben Energiepflanzen werden in den Anlagen auch Gülle und Bioabfälle verwertet.
Trecker mit Pflug vor einer Biogasanlage: Neben Energiepflanzen werden in den Anlagen auch Gülle und Bioabfälle verwertet. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)
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Neben Wind- und Wasserkraft gehört auch Biogas zu den erneuerbaren Energien. Allerdings haben Biogasanlagen einige Nachteile für das Klima.

Tausende Biogasanlagen produzieren in Deutschland Energie in Form von Bio-Methan, Strom oder Abwärme. Weil dazu nachwachsendes Pflanzenmaterial und Gülle verwendet wird, gehört Biogas zu den erneuerbaren Energien. Jedoch ist Biogas umstritten. Denn es ist weniger umweltfreundlich, als der Name vermuten lässt.

In Biogasanlagen werden pflanzliche und tierische Stoffe unter dem Einsatz von Mikroben vergärt und das so gewonnene Biogas zur Energiegewinnung genutzt. Die ersten Biogasanlagen dienten vor allem zur Weiterverwendung von Gülle und Abfallstoffen. Doch mittlerweile kommen bei der Erzeugung von Biogas vor allem eigens dafür angebaute Energiepflanzen zum Einsatz. Nur etwa zwanzig Prozent der eingesetzten pflanzlichen und tierischen Stoffe stammen aus Bio-Abfällen und Gülle. Vor allem Mais wird als Biomasse eingesetzt, da es sich besonders gut für die methanbildenden Mikroorganismen eignet.

Dadurch werden jedoch Ackerflächen für die Energiegewinnung beansprucht, die sonst für die Lebens- und Futtermittelproduktion genutzt werden könnten. Insbesondere wenn der Mais oder andere Energiepflanzen als Monokultur angebaut werden, fallen so nicht nur Flächen für den Anbau anderer Pflanzen weg, die Böden werden zusätzlich ausgelaugt und auch die Biodiversität leidet.

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Biogasanlage produzieren Treibhausgase

Doch dies ist nicht der einzige Nachteil von Biogas. Im Gegensatz zur Energiegewinnung mittels Windkraft oder Solarenergie gelangen durch die Anlagen Treibhausgase in die Atmosphäre. Vor allem Methan kann an verschiedenen Stellen der Produktion entweichen. Es hat dabei ein weitaus höheres Treibhauspotential als CO2. Ein Kilo Methan wirkt sich so stark aus wie 25 Kilo Kohlenstoffdioxid – das Gas ist viel schädlicher für das Klima.

Biogas besteht zudem nicht nur aus Methan. Es enthält unter anderem auch Stickstoff, Kohlendioxid und Lachgas. Letzteres ist zwar nur in geringen Anteilen vertreten, ist aber sogar etwa 300-mal so schädlich wie CO2. Hinzu kommt: Wird das Biogas aus den Anlagen zur Energiegewinnung verbrannt, entsteht wiederum CO2.

Darüber hinaus trägt der Transport von Energiepflanzen hin zu den Anlagen zur negativen Bilanz von Biogas bei.

Befürworter von Biogas heben allerdings hervor, dass diese erneuerbare Energie trotz allem klimaneutral ist. Schließlich entsteht bei der Verbrennung nur CO2, das die Pflanzen zuvor aus der Luft absorbiert haben. Da jedoch Methan und Lachgas selbst bei modernen Biogasanlagen in die Atmosphäre gelangen ist die Klimabilanz insgesamt negativ.

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