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Coronavirus auf Teneriffa – Gast in Quarantäne-Hotel: "Einige sind wirklich beunruhigt"

Coronavirus auf Teneriffa  

Gast in Quarantäne-Hotel: "Noch keinen Arzt gesehen"

25.02.2020, 19:45 Uhr | dpa

Coronavirus auf Teneriffa – Gast in Quarantäne-Hotel: "Einige sind wirklich beunruhigt". Gäste des Hotels H10 Costa Adeje Palace auf Teneriffa: "Wir hatten beim Aufwachen einen Zettel unter der Tür." (Quelle: dpa)

Gäste des Hotels H10 Costa Adeje Palace auf Teneriffa: "Wir hatten beim Aufwachen einen Zettel unter der Tür." (Quelle: dpa)

Nach einem positiven Coronavirus-Test ist auf Teneriffa ein Hotel mit etwa 1.000 Gästen abgeriegelt worden. Unter ihnen ist der Deutsche Lars Winkler. Hier schildert er die Lage im "H10 Costa Adeje Palace".

In dem Hotel auf Teneriffa, das wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne steht, schildert ein deutscher Gast die Situation. "Wir bekommen hier keinerlei Informationen vom Hotel, und einen Arzt haben wir auch noch nicht gesehen", sagte Lars Winkler aus dem ostfriesischen Wittmund im Telefoninterview der Deutschen Presse-Agentur. "Das Warten auf den Mediziner mürbt."

Lars Winkler aus Wittmund am Strand von Adeje. (Quelle: dpa)Lars Winkler aus Wittmund am Strand von Adeje. (Quelle: dpa)

Das Hotel im Südwesten der Kanareninsel mit etwa 1.000 Gästen war am Morgen isoliert worden, nachdem ein Mann aus Italien positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden war. "Wir hatten beim Aufwachen einen Zettel unter der Tür, auf dem stand, dass das Hotel aus Gesundheitsgründen geschlossen sei und alle Gäste auf ihren Zimmern bleiben sollen", erzählt Winkler. Mit seiner Frau habe er sich dann zunächst im Internet informiert und erst so erfahren, was überhaupt los war. "Wir haben dann vom Balkon aus gesehen, dass Polizei da ist, die das Hotel und die Zugänge zum Strand bewacht."

"Bessere Informationspolitik würde sicher helfen"

Viele Touristen hielten sich aber nicht an die Vorgaben und seien dennoch zum Frühstücksraum gegangen, schilderte Winkler. Zum Mittagessen seien die Gäste dann in ihre Zimmer geschickt worden, wo es ein "ziemlich geschmackloses Lunchpaket" gegeben habe, so der Deutsche. "Einige Gäste sind wirklich beunruhigt, andere sind aufgebracht. Eine bessere Informationspolitik des Hauses würde sicher helfen", sagt Winkler, der bereits seit 13 Tagen auf der Insel ist. Es seien noch viele andere Deutsche im Hotel. Er selbst mache sich keine Sorgen: "Dies ist ein großes Hotel, und bislang habe ich keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung."


Die spanische Hotelvereinigung Cehat sprach am Dienstag in einer Mitteilung davon, dass in dem Hotel Normalität herrsche. Die Gäste seien informiert worden und folgten den Anweisungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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