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Pfizer: Corona-Pille soll Klinikrisiko um fast 90 Prozent reduzieren

"Überwältigende Wirksamkeit"  

Corona-Pille von Pfizer soll Klinikrisiko um fast 90 Prozent reduzieren

05.11.2021, 14:35 Uhr | dpa, rtr

Pfizer: Corona-Pille soll Klinikrisiko um fast 90 Prozent reduzieren. Pillen in der Produktion (Symbolbild): Pfizer will die Produktion seines Corona-Medikaments nun hochfahren.  (Quelle: imago images/Addictive Stock)

Pillen in der Produktion (Symbolbild): Pfizer will die Produktion seines Corona-Medikaments nun hochfahren. (Quelle: Addictive Stock/imago images)

Diese Zahlen machen Hoffnung: Der Arzneimittelkonzern Pfizer hat offenbar ein Covid-Medikament mit hoher Wirksamkeit entwickelt. Die Testwerte stellen ein bereits zugelassenes Mittel in den Schatten.

Eine neue Corona-Pille verhindert nach Angaben des Herstellers Pfizer sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen habe ergeben, dass das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent sinke, teilte Pfizer am Freitag in New York mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

"Diese Daten deuten darauf hin, dass unser oraler antiviraler Arzneimittelkandidat, wenn er von den Behörden zugelassen wird, das Potenzial hat, das Leben von Patienten zu retten, den Schweregrad von Covid-19-Infektionen zu verringern und bis zu neun von zehn Krankenhausaufenthalten zu vermeiden", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. Der Konzern will die Produktion nun hochfahren. Die Aktien von Pfizer stiegen vorbörslich um elf Prozent, während die Papiere des Konkurrenten Merck um 8,5 Prozent fielen.

Kombination aus drei Tabletten

Die Pille wird in Kombination mit einem älteren antiviralen Mittel namens Ritonavir verabreicht. Die Kombinationsbehandlung mit dem Markennamen Paxlovid besteht aus drei Tabletten, die zweimal täglich eingenommen werden müssen. Das Medikament, das zu einer Klasse von Proteasehemmern gehört, soll ein Enzym blockieren, das das Coronavirus zur Vermehrung benötigt. 

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge ist die Pille damit wirksamer als das Medikament Molnupiravir des US-Rivalen Merck, das in ähnlichen Tests das Risiko halbiert hatte. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Donnerstag die Tablette zur Behandlung von Covid-19 zugelassen. Sie hat einen anderen Wirkmechanismus, der darauf abzielt, Fehler in den Gencode des Virus einzuschleusen.

EMA prüft mehrere Medikamente

Großbritannien hat bereits bei Merck und Pfizer Pillen bestellt. Das antivirale Mittel (auch bekannt unter dem Namen Lagevrio) sei sicher und effektiv bei der Verminderung des Risikos von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-Patienten mit milden und mittelschweren Verläufen, hieß es in einer Mitteilung der britischen Regierung. Es handele sich um das weltweit erste zugelassene antivirale Mittel zur oralen Einnahme gegen Covid-19.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Oktober angekündigt, den Einsatz von Molnupiravir zu prüfen. Auch die US-Behörde FDA hat ein Zulassungsverfahren für das Mittel eingeleitet. Die EMA prüft zudem sieben weitere mögliche Corona-Mittel.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa und Reuters

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