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Berliner Kult-Imbiss nach 35 Jahren abgerissen – das plant der neue Pächter


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Kult-Imbiss abgerissen – aber es ist noch nicht Schluss

Von t-online, cch

Aktualisiert am 26.11.2022 - 16:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Imbiss Olympische Brücke vor dem Abriss: Die Currywurstbude soll nächstes Jahr in einem Container wiedereröffnet werden.
"Imbiss Olympische Brücke" vor dem Abriss: Die Currywurstbude soll nächstes Jahr in einem Container wiedereröffnet werden. (Quelle: Oliver Kusch)
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Nach 35 Jahren ist die Currywurstbude an der Olympischen Brücke nicht mehr da. Ein neuer Pächter möchte sie im neuen Jahr aber wiedereröffnen. Was er plant.

Currywurst mit selbstgemachter Soße, Berliner Schnauze hinterm Grill: Für viele ist der "Imbiss Olympische Brücke" Kult. Er sei eine "der wenigen gebliebenen Berliner Currywurstbuden ohne Schickimicki, ohne Spezialsoße aus der Weltraumforschung", schreibt ein Besucher auf einer Online-Bewertungsplattform. Mit dem Imbiss ist aber nun Schluss – zumindest für zwei Monate.

Die bisherige Besitzerin Claudia Rose hat ihn nach 35 Jahren aufgegeben. Vergangene Woche wurde die Holzbude abgerissen. Der neue Pächter Pejman Darvish plant, den Imbiss Ende Januar in einem Container an gleicher Stelle wiederzueröffnen.

Nicht mehr viel übrig: Der Imbiss an der Olympischen Brücke wurde abgerissen.
Nicht mehr viel übrig: Der Imbiss an der Olympischen Brücke wurde abgerissen. (Quelle: Pejman Darvish)

Neuer Pächter will, dass im Imbiss (fast) alles beim Alten bleibt

"Die Fußstapfen, die Frau Rose hinterlassen hat, sind natürlich sehr groß. Ich werde da vermutlich nicht reinpassen", sagt er zu t-online. "Aber ich gebe mein Bestes." Er möchte, dass in der Bude alles beim Alten bleibt: vor allem die Gerichte. Deshalb hat er vor der Schließung drei Wochen im Imbiss verbracht und sich dort alles zeigen lassen.

"Ich habe mitgekocht, Buletten machen gelernt, mir wurden die ganzen Rezepte übergeben und ich habe die Stammkundschaft kennengelernt", erzählt der 40-Jährige. Die Wurst lasse er auch künftig von den gleichen Lieferanten bringen. Und natürlich hat sich Darvish auch zeigen lassen, wie die Currysoße von Claudia Rose hergestellt wird. "Die ist der absolute Hammer", schwärmt er.

Ein wenig Neues will Darvish künftig aber auch anbieten: "Vielleicht Chicken-Wings und Chicken-Nuggets und einen einfachen Burger – einfaches Pattie, Salat, Tomaten, Gurke, Käse, fertig." Ansonsten wolle er aber alles so beibehalten, wie es war. "Es ist einfach ein Kultimbiss, typisch Berlin, und das soll er auch bleiben." Darvish will in seiner Wurstbude selbst am Grill stehen. Er plane, montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet zu haben. Und bei Fußballspielen und Konzerten im Olympiastadion.

Claudia Rose (links), ihre Mitarbeiterin Evelyn Bogacz (rechts) und der neue Pächter Pejman Darvish: Claudia Rose eröffnete den Imbiss 1987 mit ihrem damaligen Lebensgefährten.
Claudia Rose (links), ihre Mitarbeiterin Evelyn Bogacz (rechts) und der neue Pächter Pejman Darvish: Claudia Rose eröffnete den Imbiss 1987 mit ihrem damaligen Lebensgefährten. (Quelle: privat)

Schon vor drei Jahren hatte der Berliner die Idee, den Imbiss irgendwann einmal zu übernehmen. "Da habe ich zu Frau Rose gesagt: 'Wenn Sie den Imbiss mal irgendwann verkaufen sollten, ich hätte Interesse.'" Als klar war, dass sie die Bude tatsächlich aufgibt, habe er sich beim Bezirksamt als Nachfolger beworben. Und den Zuschlag bekommen. "Der Behörde hat gefallen, dass ich alles so beibehalten will, wie es war."

Darvish betreibt bisher einen DHL- und Lottoladen in der Reichsstraße, nur ein paar Straßen von der Currywurstbude entfernt. Er hat früher selbst regelmäßig beim "Imbiss Olympische Brücke" zu Mittag gegessen, Claudia Rose war wiederum Kunde bei ihm. Darvish kenne viele Leute in der Ecke, er gibt auch Schwimmunterricht bei den Wasserfreunden Spandau. "Das ist hier einfach zu meinem Kiez geworden." Für den er künftig auch Currywürste brät.

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Verwendete Quellen
  • Telefonat mit Pejman Darvish
  • Google-Bewertungen Imbiss Olympische Brücke
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