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Berlin: Doppelmörder auf Flucht – Fahndung noch nicht erfolgreich


Doppelmörder auf Flucht
Es war sein erster unbegleiteter Ausgang

Von dpa, afp
Aktualisiert am 22.06.2024Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:240621-935-137634Vergrößern des BildesSicherheitsleuchten und Überwachungskameras vor einem Gebäude der JVA Tegel (Archivbild): Ein Doppelmörder hätte bis Donnerstag um 17 Uhr in die Haftanstalt zurückkehren müssen. (Quelle: Paul Zinken/dpa)
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Ein Doppelmörder hätte am Donnerstag bis spätestens 17 Uhr in die JVA Tegel zurückkehren müssen. Seither fehlt jede Spur.

Ein wegen zweifachen Mordes verurteilter Straftäter hat am Donnerstag in Berlin seinen ersten unbegleiteten Ausgang zur Flucht genutzt. Der 50-Jährige hätte bis 17 Uhr in die Justizvollzugsanstalt Tegel zurückkehren müssen. Die bundesweite Fahndung bisher noch nicht zum Erfolg geführt.

Nach Angaben der Justizverwaltung beging der Mann 1995 zwei Morde und wurde deshalb zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Details nannte ein Justizsprecher nicht. Laut der Staatsanwaltschaft Berlin wurde der Mann im November 2001 in der Hauptstadt verurteilt. Nach einem Bericht der "B.Z." soll er im Oktober 1995 zwei Männer erschlagen haben; erst einen Mann in Berlin und wenige Tage später das zweite Opfer in Brandenburg.

Lockerungen, um Täter auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten

Nach Angaben der Justizverwaltung wurden dem Straftäter seit dem Jahr 2005 regelmäßig Ausgänge gewährt. Zu solchen Lockerungen seien die Strafvollzugsbehörden verfassungsrechtlich verpflichtet, auch um Betroffene auf ein geregeltes Leben in Freiheit vorzubereiten, hieß es. Bislang habe es keine Beanstandungen gegeben.

Bevor der Mann nun zum ersten Mal unbegleitet die Haft verlassen durfte, gab es laut Justizverwaltung ein "umfassendes Prüfverfahren". Nach Einschätzung eines Gutachters sei die Lockerung zu verantworten gewesen. "Es gab keine Anhaltspunkte für eine Nichtrückkehr des Strafgefangenen", hieß es von der Justizverwaltung.

Gewerkschaft der Polizei: "Besorgniserregend"

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei in Berlin, Stephan Weh, hält die Flucht des Straftäters für "besorgniserregend", wie aus einer Mitteilung am Samstag hervorgeht. Man müsse den Spagat zwischen Rechtssprechung und Resozialisierung schaffen, ohne dass Menschen gefährdet werden. "Unsere Kollegen werden ihr Bestes geben, um den Entflohenen möglichst schnell wieder hinter Gitter zu bringen."

Erst im Februar hatte ein verurteilter Vergewaltiger einen begleiteten Ausgang in Berlin zur Flucht genutzt. Der 54-Jährige befand sich in Sicherungsverwahrung und wurde nach drei Tagen weit außerhalb Berlins gefasst.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp
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