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Nach Plagiats-Affäre: Franziska Giffey soll Doktortitel verlieren

Plagiats-Affäre  

Bericht: Giffey soll Doktortitel verlieren

11.05.2021, 15:06 Uhr | mtt, t-online, dpa

Nach Plagiats-Affäre: Franziska Giffey soll Doktortitel verlieren. Jahresbericht des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Franziska Giffey: Die Doktorarbeit der Bundesfamilienministerin und SPD-Spitzenkandidatin in Berlin wird derzeit geprüft. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Es scheint eng zu werden für Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: Laut einem Bericht will die Freie Universität Berlin ihr den Doktortitel entziehen.

Die Prüfungskommission der FU Berlin soll sich nach Plagiats-Vorwürfen für die Aberkennung des Doktortitels von Franziska Giffey ausgesprochen habe. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" unter Bezug auf Kreise der Uni. 

Eine Sprecherin der Bundesfamilienministerin wollte sich auf Anfrage des Magazins nicht äußern. Es handele sich um ein laufendes Verfahren, das noch nicht abgeschlossen sei. Giffey, die auch Spitzenkandidatin der SPD bei den im September stattfindenden Abgeordnetenhauswahlen in Berlin ist, sei von der FU um eine Stellungnahme zu ihrer Doktorarbeit gebeten worden. "Dies und ein Ergebnis bleiben abzuwarten“, sagte Giffeys Sprecherin laut "Business Insider".

Giffey reichte ihre Doktorarbeit mit dem Titel "Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft" 2009 ein. Laut der Webseite VroniPlag enthalten 76 Seiten der Arbeit Fremdtextübernahmen, das sind 37 Prozent aller Seiten.

FU erteilte Giffey 2019 nur eine Rüge

Im Herbst 2019 hatte die FU Giffey wegen Mängeln in ihrer Dissertation eine Rüge erteilt, ihr aber den Doktortitel nicht entzogen. Nach Kritik an diesem Verfahren kündigte die FU danach eine erneute Prüfung durch ein neues Gremium an. Die Rüge wurde zurückgezogen.

Giffey führt ihren Doktortitel nicht mehr und hat schon vor längerer Zeit deutlich gemacht, dass auch ein möglicher Entzug durch die Universität für sie nichts an ihrer Spitzenkandidatur im Land Berlin ändere.

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