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Nach Eskalation im Vorjahr – Berliner Bootsdemo bleibt ruhig

150 Teilnehmer  

Demonstrierende fordern mehr Freiheiten für Partys und Clubs

21.06.2021, 12:29 Uhr | dpa

Nach Eskalation im Vorjahr – Berliner Bootsdemo bleibt ruhig. Mitglieder der Berliner Party- und Klubszene auf dem Landwehrkanal in Berlin: Sie haben mit der Demonstration auf dem Wasser auf die Situation der Clubs in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. (Quelle: imago images/FutureImage)

Mitglieder der Berliner Party- und Klubszene auf dem Landwehrkanal in Berlin: Sie haben mit der Demonstration auf dem Wasser auf die Situation der Clubs in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. (Quelle: FutureImage/imago images)

Zwar dürfen die Clubs in Berlin ihre Außenbereiche wieder öffnen, allerdings nur unter sehr strengen Auflagen. Dagegen haben die Veranstalter und Clubbesitzer demonstriert  in Schlauchbooten.

Bässe für Bewegungsfreiheit: Mit lauter Musik auf Booten haben Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene am Sonntag für mehr Freiheit beim Feiern demonstriert. Sie fuhren am Sonntag über den Landwehrkanal durch Ausgehviertel der Hauptstadt in Kreuzberg, Treptow und Neukölln. "Vermeidet Kulturalschaden" und "Kultur, Du Opfer", stand auf Transparenten.

Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind in Berlin zum Schutz vor Corona-Infektionen nicht erlaubt. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs aber wieder draußen getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

Hunderte Schlauchboote auf einem Berliner Kanal im Sommer 2020 (Archilvbild): Im vergangenen Jahr hatten sich auch viele Partywillige der Demo angeschlossen und so für Kritik gesorgt. (Quelle: imago images/Eventpress)Hunderte Schlauchboote auf einem Berliner Kanal im Sommer 2020 (Archilvbild): Im vergangenen Jahr hatten sich auch viele Partywillige der Demo angeschlossen und so für Kritik gesorgt. (Quelle: Eventpress/imago images)

150 Teilnehmer

Die Veranstalter kritisieren, dass Restaurants, Kneipen und Musikveranstaltungen mehr Möglichkeiten haben, ihre Kunden wieder zu empfangen. Clubs und nicht-kommerzielle Tanzveranstaltungen seien strenger reglementiert. Der "Kulturnotstand" und das "Tanzverbot" drängten Heranwachsende und junge Erwachsene auf illegale Partys in Parks und Industrieanlagen.

"Tanzen? Aber sicher", hatte sich eine Bootsbesatzung am Sonntag auf die Fahnen geschrieben. Die meisten Demonstranten trugen ihre Masken vorschriftsmäßig. Die Polizei zählte am Nachmittag etwa 150 Teilnehmer, die Corona-Regeln wurden auf den Booten demnach eingehalten.

Schaulustige tanzen am Ufer

Die Boote warten auf dem Landwehrkanal an der Lohmühlenbrücke zwischen Kreuzberg und Neukölln gestartet, fuhren bis zum Hafen Neukölln nahe der Sonnenallee und kehrten dort um zur Schleuse zwischen Landwehrkanal und Spree. Am Ufer tanzten Schaulustige mit, andere kamen auf Schlauchbooten dazu.

Ein Teil der Boote sollte auf der Spree bis zum Treptower Park weiterfahren. Für den Abend war dort eine "Abschlusstanzkundgebung" geplant.

Vor einem Jahr hatte an Pfingsten eine Protestaktion und Party mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal Irritationen ausgelöst: Etwa 3.000 Menschen nahmen teil. Im Urbanhafen schwammen am Schluss dicht an dicht zahlreiche Schlauchboote voller Menschen, am Ufer wurde gefeiert. Die meisten Teilnehmer hielten weder Abstandsregeln ein noch trugen sie einen Mundschutz. Politiker und auch Clubvertreter kritisierten die Veranstaltung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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