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Dutzende Geldautomaten zerstört: Nur wenige Anklagen

Berlin  

Dutzende Geldautomaten zerstört: Nur wenige Anklagen

25.07.2021, 08:31 Uhr | dpa

Dutzende Geldautomaten zerstört: Nur wenige Anklagen. Kaputter Geldautomat

Ein zerstörter Geldautomat steht in einer Bankfiliale. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Sprengstoff, Hebelwerkzeuge oder Trennschleifer: In Berlin hatten es Täter auf 83 Geldautomaten in sechseinhalb Jahren abgesehen. 31 Geräte wurden seit 2015 komplett gesprengt, zudem gab es 52 Versuche, teilte die Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber mit. Während Ermittler 2020 vier Sprengversuche registrierten, gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres neben ebenfalls vier Versuchen auch vier vollendete Taten (Stand 30. Juni).

Die meisten Angriffe gab es demnach im Jahr 2018 mit neun kompletten Sprengungen und 14 Versuchen. Wie viel Geld insgesamt erbeutet wurde und wie hoch der Sachschaden war, wurde laut Angaben statistisch nicht erfasst. Örtliche Ballungen seien nicht bekannt.

Aufgeklärt werden konnten indes nur wenige Fälle. Seit 2015 wurden fünf Taten angeklagt. Im Vorjahr und in diesem Jahr gab es laut Angaben bislang keine einzige Anklage.

Neben Sprengstoff hätten die Täter Hebelwerkzeuge, hydraulische
Spreizgeräte, Trennschleifer und hydraulische Schneidwerkzeuge eingesetzt, hieß es. Obwohl die Taten in der Regel durch Banden begangen worden seien, waren diese laut Innenverwaltung keinen in Berlin bekannten Gruppierungen der Organisierten Kriminalität (OK) zuzuordnen.

Abgeordneter Schreiber sagte hingegen, es gebe eine Spezialisierung im OK-Bereich mit immer professionellerem Agieren, das kaum Spuren hinterlasse. Sicherheitsbehörden könnten diese Strukturen nur aufdecken und zerschlagen, wenn sie länderübergreifend mit dem Bundeskriminalamt zusammenarbeiteten.

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