Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Berlin: Mutmaßlicher Rohrbomben-Bauer von Schöneberg kommt vor Gericht

"Innere Konflikte"  

Rohrbomben gebaut und gezündet – Berliner Lehrer gesteht

14.09.2021, 14:35 Uhr | dpa

Berlin: Mutmaßlicher Rohrbomben-Bauer von Schöneberg kommt vor Gericht. Blick in den Saal 500 des Kriminalgerichts Moabit: Hier hat der Prozess gegen den 30-jährigen, der acht Rohrbomben gebaut und gezündet haben soll begonnen.  (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)

Blick in den Saal 500 des Kriminalgerichts Moabit: Hier hat der Prozess gegen den 30-jährigen, der acht Rohrbomben gebaut und gezündet haben soll begonnen. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

Im vergangenen Jahr sind in Berlin-Schöneberg mehrere Rohrbomben explodiert. Nun hat der Tatverdächtige vor Gericht gestanden. Mit den Explosionen habe er "innere Konflikte" kompensieren wollen. 

Ein mutmaßlicher Rohrbombenbauer, der in Berlin mehrere Sprengsätze gezündet haben soll, hat vor dem Landgericht gestanden. Er sei schockiert über seine Taten und bitte um Entschuldigung, erklärte der 30-jährige Lehrer am Dienstag zu Prozessbeginn am Landgericht. Innere Konflikte und Überforderung habe er mit Pyrotechnik zu kompensieren versucht.

Es sei ihm nicht darum gegangen, Menschen zu verletzen oder Dinge zu zerstören, beschrieb der Angeklagte sein Verhalten. Damals habe er sich "Kontrolle vorgemacht" und die Gefährlichkeit völlig ausgeblendet.

Weitere Sprengkörper in Wohnung gefunden

Der Mann soll laut Anklage acht Sprengsätze zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 zur Explosion gebracht haben. Dabei habe er Rohrbomben aus dem Fenster seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg geworfen, manche im Innenhof des Hauses entzündet. In einem Fall habe ein ferngezündeter Sprengsatz, der an einem Verkehrsschild befestigt war, einen Passanten leicht verletzt. Durch die Druckwelle der Explosion seien Fensterscheiben zerstört worden.

Bei der Festnahme des mutmaßlichen Rohrbombenbauers im Februar 2021 stellten Polizisten zudem 14 weitere von ihm hergestellte funktionsfähige Spreng- und Brandvorrichtungen in seiner Wohnung sowie in einem Motorroller sicher. Die Anklage lautet unter anderem auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährliche Körperverletzung und Vorbereitung eines Explosionsverbrechens. Sieben weitere Prozesstage bis zum 6. Oktober sind bislang geplant.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: