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Berlin: Hofbräuhaus soll wieder für Obdachlose öffnen

Platz für 200 Personen  

Hofbräuhaus soll in Berlin wieder für Obdachlose öffnen

06.12.2021, 08:04 Uhr | dpa

Berlin: Hofbräuhaus soll wieder für Obdachlose öffnen. Das Hofbräuhaus in Berlin (Archivbild): Hier sollen Obdachlose Schutz finden. (Quelle: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer)

Das Hofbräuhaus in Berlin (Archivbild): Hier sollen Obdachlose Schutz finden. (Quelle: Hoch Zwei Stock/Angerer/imago images)

Angebot für Menschen ohne festen Wohnsitz: In Berlin sollen Obdachlose wieder im Hofbräuhaus tagsüber Schutz und Unterstützung finden können. Auch Impfungen und Schnelltests sollen möglich sein.

Die Senatssozialverwaltung will das Tagesangebot für Obdachlose in Berlin ausweiten. "In Kürze wird das Hofbräuhaus in der Nähe vom Alexanderplatz erneut einen Tagestreff für 200 Obdachlose anbieten", sagte Sprecher Stefan Strauß der Deutschen Presse-Agentur. Bereits im vergangenen Winter hatte der Senat das Hofbräuhaus am Alex gemietet. Das Lokal und ein sozialer Träger hatten im vergangenen Jahr ein Konzept für die Obdachlosenbetreuung erarbeitet, um während der Corona-Pandemie die Räume sinnvoll zu nutzen und Einnahmen zu generieren. An diese Erfahrungen knüpfen die Verantwortlichen an.

Derzeit stehen durchschnittlich knapp 1.150 Notübernachtungsplätze in der Hauptstadt zur Verfügung, wie aus der wöchentlichen Erhebung der Sozialverwaltung hervorgeht (Stand 47. Kalenderwoche). Davon wurden mehr als 830 Plätze belegt. Die Unterbringung ist auch in dieser Saison geprägt von der Corona-Pandemie. "Das Gute ist jedoch, dass alle Beteiligten inzwischen eine gewisse Routine bekommen haben im Umgang mit den Folgen", sagte die Sprecherin der Berliner Stadtmission, Barbara Breuer.

Berlin: Corona-Schutz für Obdachlose

Dazu gehören etwa Impfangebote und Schnelltests: Neben regelmäßigen Terminen gibt es Angebote im Rahmen der Straßensozialarbeit wie "Pieks im Park" vom Verein Gangway. Zweimal die Woche werde in den Unterkünften der Stadtmission getestet, so Breuer. "Die Willigkeit, sich testen zu lassen, ist hoch." Für Verdachtsfälle beziehungsweise bestätigte Fälle gibt es laut Sozialverwaltung 20 Isolier- und 16 Quarantäneplätze, bei Bedarf stehen 30 weitere Plätze zur Verfügung. Seit Mitte November gibt es zudem einen Infektionsschutz-Transport mit der nötigen Schutzbekleidung für alle Insassen.

Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen kommt es nach Schilderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin derzeit zu Lieferengpässen bei Tests. "Außerdem fehlt es den Einrichtungen an Geld", so Daniela Radlbeck, Referentin für Wohnungsnotfallhilfe und Wohnungspolitik. Spenden seien daher sehr willkommen.

Für Tagesstätten sind auch über das Land Tests zu bekommen, laut Strauß stehen für Dezember 62.500 zur Verfügung. "Die Kapazitäten sind vorhanden", sagte er. "Wichtig ist jedoch, dass die Träger und die Einrichtungen uns schnell wissen lassen, wenn der Vorrat bei ihnen knapp wird." Zudem seien 200.000 FFP2-Masken vorrätig für die Einrichtungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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