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So will die Polizei Berlin ihr Nachwuchsproblem l├Âsen

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Das Wappen der Berliner Polizei ist auf einer Jacke zu sehen (Symbolbild): Die Polizei will unter anderem noch mehr Frauen anwerben.
Das Wappen der Berliner Polizei ist auf einer Jacke zu sehen (Symbolbild): Die Polizei will unter anderem noch mehr Frauen anwerben. (Quelle: Sabine Gudath/imago-images-bilder)
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Zu unsportlich, zu schlechte Deutschkenntnisse: F├╝r die Polizei Berlin wird es immer schwieriger, passenden Nachwuchs zu finden. Polizeipr├Ąsidentin Barbara Slowik hat Ideen, wie sich das Problem l├Âsen lie├če.

Knapp 19.000 Polizistinnen und Polizisten sollen in zwei Jahren in Berlin f├╝r Sicherheit sorgen und die Kriminalit├Ąt bek├Ąmpfen. Bis 2030 sollen es dann 20.000 sein. Das sei wegen der wachsenden Stadt und der vielen neuen Aufgaben n├Âtig, sagte Polizeipr├Ąsidentin Barbara Slowik der Deutschen Presse-Agentur.

"2024 erreichen wir den ersten Zielwert, der bereits in der vergangenen Legislaturperiode festgelegt wurde. Das sind dann etwa 18.900 Polizistinnen und Polizisten. Es wird aber weitergehen", betonte sie. Auf den Stra├čen sollten mehr Einsatzkr├Ąfte pr├Ąsent und ansprechbar sein, geplant seien auch mehr Kontrollen im Stra├čenverkehr, mehr sogenannte Kontaktbereichsbeamte in den Kiezen, mehr Fahrradstreifen und mehr Kriminalit├Ątsbek├Ąmpfung in bestimmten Bereichen. "Dazu ben├Âtigen wir mittelfristig 20.000 Polizeibeamte, die wir bis 2030 erreichen wollen".

Polizei Berlin: "Geeignete Bewerber zu finden, wird zunehmend schwieriger"

750 bis 800 ├Ąltere Polizisten gehen laut Slowik jedes Jahr in Pension. Gleichzeitig beginnen 1.200 pro Jahr mit ihrer Polizeiausbildung. "Ein Teil der Wahrheit ist aber auch: Wir verlieren einige davon auf dem Weg durch die Ausbildung. Bei uns sind es etwa 17 Prozent, die wieder aussteigen, ausscheiden oder scheitern".

Zwar w├╝rden sich sehr viele junge Menschen bewerben. "Geeignete Bewerber zu finden, wird allerdings zunehmend schwieriger", sagte Slowik. Bei der Kriminalpolizei laufe das gut, sonst sei das problematischer. Grund seien vor allem schlechte Deutschkenntnisse und mangelnde Sportlichkeit.

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"Berlin ist eine wasserreiche Stadt und wir k├Ânnen es uns nicht erlauben, Polizisten auf die Stra├če zu schicken, die nicht in der Lage sind, jemand aus einem Gew├Ąsser zu retten, weil sie nicht gut genug schwimmen k├Ânnen", erkl├Ąrte Slowik. Gutes Deutsch sei wiederum in der allt├Ąglichen Arbeit mit Gesetzen und dem Schreiben von Berichten absolut wichtig. Die Polizei biete Unterst├╝tzung an. "Diese findet aber eben auch ihre Grenzen, wenn sie nicht angenommen wird".

Polizeipr├Ąsidentin nennt L├Âsungsans├Ątze

Slowik schlug vor, ein Oberstufenzentrum mit dem Schwerpunkt "Sicherheit" einzurichten. Vergleichbare Oberstufenzentren von der 10. bis zur 13. Schulklasse gebe es bereits f├╝r unterschiedliche Bereiche wie Finanzen, Technik und ├Âffentliche Verwaltung.

F├╝r den Berufsweg im Bereich "Sicherheit" k├Ânnten Unterrichtsschwerpunkte bei Deutsch, politischer Bildung und Sport liegen. F├╝r den Nachwuchs der Polizei und andere ├Ąhnliche Arbeitsbereiche w├Ąre eine solche Vertiefung schon im Oberstufenalter sinnvoll, sagte Slowik.

Nachwuchs wolle man k├╝nftig auch aus der Gruppe der bei der Polizei angestellten Wachleute rekrutieren. "Da gibt es viele gute Kr├Ąfte, die die Polizei kennen und schon einen Einblick in das Berufsfeld hatten", betonte die Polizeipr├Ąsidentin. Allerdings seien die niedrigen Ausbildungsgeh├Ąlter ein Problem, weil diese sogenannten Objektsch├╝tzer, die vor Botschaften und Ministerien stehen, oft schon Familie h├Ątten. Die Polizei wolle ihnen aber "Angebote unterbreiten, die auf dem bisherigen Gehalt beruhen".

Polizei will mehr Frauen anwerben

Steigern will Slowik weiterhin den Frauenanteil bei der Polizei. Bei den Bewerbungen liegt er nur bei 31 Prozent, bei den Einstellungen bei 33 Prozent. Das liegt aber an den knapp 50 Prozent junger Frauen, die bei der Kripo beginnen. Bei der normalen uniformierten Polizei waren es zuletzt weit unter 30 Prozent.

Slowik r├Ąumte ein: "Wegen der Arbeitszeiten und des Berufsbildes ist das aber nicht immer ganz einfach". Der Polizeiberuf habe immer noch bei manchen Menschen ein eher m├Ąnnlich gepr├Ągtes Image. Daher w├╝rden aktuelle Kampagnen sich zum Teil gezielt an Frauen richten. "Dabei gilt es auch, Eltern und Gro├čeltern junger Menschen anzusprechen und zu ├╝berzeugen. Und Frauen in F├╝hrungspositionen als Vorbilder, als Role Model, sind ein weiterer Schl├╝ssel".

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Deutsche Presse-AgenturPolizei

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