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Hochwasser in Rheinland-Pfalz: 1.300 Vermisste im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler


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1.300 Personen im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler vermisst

Von dpa
Aktualisiert am 16.07.2021Lesedauer: 1 Min.
Über 1000 Einsätzkräfte sind laut einer Sprecherin der Kreisverwaltung immer noch im Einsatz.
Über 1000 Einsätzkräfte sind laut einer Sprecherin der Kreisverwaltung immer noch im Einsatz. (Quelle: Thomas Frey/dpa./dpa)
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Die Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz haben auch das Strom- und das Mobilfunknetz lahmgelegt. Viele Bürger und Bürgerinnen sind nicht erreichbar. Aktuell würden in der Gegend mehr als 1.000 Menschen vermisst.

Nach der schweren Hochwasserkatastrophe werden im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler 1.300 Menschen vermisst. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend mit.

Eine Sprecherin erklärte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt – und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. "Wir hoffen, dass sich das klärt", sagte sie zu der hohen Zahl. Zugleich teilte der Kreis mit, dass es weitere Todesopfer gebe. Zahlen wollte die Sprecherin dazu noch nicht nennen.

Strom- und Wasserversorgung unterbrochen

Nach wie vor seien über 1.000 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg im Einsatz. "Weitere Einsatzkräfte, unter anderem Sanitäts- und Transporteinheiten sowie Kräfte der Bundeswehr, wurden nachgefordert."

Es werde intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung gearbeitet. Das THW beispielsweise bereite den Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor.

Bonner bieten Hilfe an

Rund 3.500 Menschen seien aktuell in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht. Alle kreiseigenen Schulen bleiben am Freitag geschlossen. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Katja Dörner, hat dazu aufgerufen, den Bürgern und Bürgerinnen aus dem Kreis Ahrweiler zu helfen und ihnen vorübergehend ein Obdach anzubieten.

Mehr als 600 Menschen haben sich bis zu Donnerstagabend dazu bereit erklärt. "Für diese überwältigende Hilfe danke ich den Bonnerinnen und Bonnern sehr", erklärte Dörner in einer Krisensitzung. Leider sei es nicht leicht, die Hilfesuchenden zu erreichen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Stadt Bonn: Pressemitteilung vom 15. Juli
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