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Hochwasser in Niedersachsen: So kam die Flut in den Norden – Datenanalyse


Regenmengen im Jahresvergleich
So kam das Hochwasser in den Nordwesten

Von t-online, stk

Aktualisiert am 04.01.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0380215398Vergrößern des BildesÜberschwemmte Straße in Niedersachsen: Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen erhebliche Unterschiede bei den Niederschlagsmengen im Vergleich zu 2022. (Quelle: IMAGO/Ulrich Stamm/imago-images-bilder)
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Kaum eine Region in Niedersachsen ist vom Hochwasser verschont. Zahlen zeigen nun, dass sich die Pegelstände lange Zeit nahezu angekündigt haben.

Wasser, so weit das Auge reicht: Zahlreiche Regionen in Niedersachsen und Bremen sind von steigenden Pegelständen bedroht, vielerorts mussten Anwohner ihre Häuser verlassen, die Feuerwehren sind im Dauereinsatz und kommen an ihre Grenzen. Zahlen, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) jedes Jahr veröffentlicht und die von der Plattform "Proplanta" in Übersichten aufgeschlüsselt werden, zeigen, dass sich das flächendeckende Hochwasser quasi angekündigt hat. Im Vergleich zu 2022 fiel in den vergangenen drei Monaten des Jahres 2023 erheblich mehr Regen. Die Zahlen sind erstaunlich.

Ein genauer Blick auf vier größere Städte im Nordwesten zeigt, dass mancherorts allein im Dezember dieses Jahres so viel Regen vom Himmel kam, wie in den Monaten Oktober, November und Dezember 2022 zusammengenommen.

Regen ohne Ende – Boden kommt schon lange ans Limit

Beispiel Bremen: An der Messstelle im Bürgerpark fielen in den drei letzten Monaten des Jahres 2022 zusammengerechnet 144,1 Liter Regen. Allein im Oktober 2023 waren es bereits 161,5 Liter. Hinkamen im November nochmal 119,1 und im bisherigen Dezember 134,3 Liter. In Summe ergibt das 414,9 Liter Regen je Quadratmeter und damit fast das Dreifache im Vergleich zu 2022.

Ebenfalls eindrücklich sind die Zahlen für die Stadt Verden an der Aller (Messstelle Verden-Dauelsen). Dort steht das Wasser aktuell direkt am Rande des 27.000 Einwohner zählenden Ortes. An mehreren Stellen droht der Deich zu brechen, die Einsatzkräfte tun alles Menschenmögliche, um die Stadt zu schützen.

Fielen in den letzten drei Monaten des Jahres 2022 zusammengerechnet 126 Liter Regen, so waren es für Oktober, November und Dezember 2023 bislang 421,3 Liter Wasser pro Quadratmeter. Das entspricht mehr als der dreifachen Menge an Regen im gleichen Zeitraum.

Vielerorts fiel mehr als das Dreifache an Regen

Auch die Zahlen für den Bereich Oldenburg (Messstelle Hude/Oldenburg) zeigen erstaunliche Ergebnisse: Fielen im Oktober 2022 lediglich 18,1 Liter Regen pro Quadratmeter, so war es 2023 im gleichen Monat mit 165,4 Liter fast zehnmal so viel Wasser. Im November 2022 kam mit 52,7 Liter nur etwa die Hälfte des Wassers vom Himmel, die die Auswertung für 2023 zählte (109,1 Liter).

Und auch der Dezember war wesentlich trockener als der in diesem Jahr: 2022 waren es 83,3 Liter je Quadratmeter, in diesem sind es bereits 139,9 Liter. In Summe stehen 154,1 Liter für 2022 einer Regenmenge von bisher 414,4 Litern gegenüber.

Andere Stadt, wesentlich weiter im Westen, doch ein beinahe identisches Bild: In der Stadt Leer in Ostfriesland regnete es in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres insgesamt 141,3 Liter pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu kamen von Oktober bis Ende Dezember in diesem Jahr 392,4 Liter Regen vom Himmel. Auch das entspricht etwa der dreifachen Menge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Verwendete Quellen
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