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Bremen zeigt Katastrophenwarnungen auch an Haltestellen

Von dpa
Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Elektronische Sirenen zur Katastrophenwarnung der Bevölkerung (Symbolbild): Nun soll in Bremen auch auf mehr Wegen gewarnt werden.
Elektronische Sirenen zur Katastrophenwarnung der Bevölkerung (Symbolbild): Nun soll in Bremen auch auf mehr Wegen gewarnt werden. (Quelle: Horst Galuschka/imago-images-bilder)
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Um die Bevölkerung im Katastrophenfall besser warnen zu können, sollen in Bremen digitale Werbetafeln an Haltestellen einbezogen werden. So sollen auch Menschen ohne Smartphone erreicht werden.

Im Katastrophenfall wird die Bevölkerung im Bundesland Bremen kĂŒnftig auch ĂŒber die digitalen Werbetafeln an Straßenbahnhaltestellen gewarnt. 20 dieser Bildschirme wurden am Donnerstag an das bundeseigene Modulare Warnsystem (MoWas) angeschlossen. Dies sei eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu Sirenen, Radiodurchsagen oder der Warn-App Nina auf dem Smartphone, sagte Innensenator Ulrich MĂ€urer (SPD).

Viele Menschen kÀmen an den Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr vorbei: "So erreichen wir schnell und unmittelbar auch diejenigen, die unterwegs sind und Warnungen nicht empfangen, weil sie beispielsweise kein Smartphone besitzen. Im Ernstfall ist Zeit ein entscheidender Faktor", so MÀurer.

Katastrophenschutzbeauftragter: Warnungen in Bremen auf mehreren Wegen

Im Ernstfall wird auf Beschluss der Einsatzleitstellen die Werbung auf den Bildschirmen unterbrochen, Warnungen erscheinen mit entsprechenden Verhaltenshinweisen. "Schweres Gewitter mit extremen Orkanböen", hieß es in einem Probehinweis, der am Donnerstag gezeigt wurde: "Suchen Sie Schutz! Vermeiden Sie Autofahrten!".

Bei der Warnung der Bevölkerung sei es wichtig, viele von einander unabhÀngige Wege nutzen zu können, sagte Karl-Heinz Knorr, der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes Bremen.

MoWaS wird vom Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Die Infrastruktur der Katastrophenwarnungen in Deutschland wird derzeit ĂŒberarbeitet. 2020 schlug bei einem bundesweiten Warntag der Probealarm fehl, viele Systeme reagierten verzögert. Auch bei der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 2021 gab es Kritik am Warnsystem.

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