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Bei Corona-Hotlines klingeln wieder ├Âfter die Telefone

Von dpa
30.10.2021Lesedauer: 3 Min.
Hotline
Eine Frau mit einem Headset sitzt an einem Arbeitsplatz. (Quelle: picture alliance / dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Auskunft zu neuen Infektionsschutzbestimmungen oder zu Impfangeboten: Mit erneut steigenden Inzidenz-Zahlen klingeln bei den Corona-Hotlines einiger s├Ąchsischen Kommunen wieder ├Âfter die Telefone. "Die Nachfrage ist durchaus hoch und die Anrufe wachsen mit steigenden Corona-Fallzahlen erneut an", sagte der Leiter des Dresdner Gesundheitsamtes, Frank Bauer, bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. In den Kommunen soll demnach die Hotlines zun├Ąchst nicht abgeschaltet werden. Teilweise m├╝ssen Mitarbeiter aus anderen Bereichen aushelfen oder es werden zus├Ątzlich Menschen eingestellt.

Die Dresdner Hotline ist seit Fr├╝hjahr 2020 fast ununterbrochen in Betrieb und das zumeist an sieben Tagen in der Woche. Bis zu 1500 Anrufer und Anruferinnen sind den Angaben zufolge t├Ąglich in der Leitung. Die Hotline in Regie des Gesundheitsamtes wird von Mitarbeitern anderer Bereiche des Rathauses unterst├╝tzt. Seit Juli hilft zudem ein technischer Sprachassistent, die Anliegen vorab den richtigen Mitarbeitern zuzuordnen. "Aktuell gehen wir davon aus, dass wir bis ins Fr├╝hjahr 2022 die Hotline betreiben m├╝ssen", sagte Bauer.

Mehr als 4000 Mal haben im M├Ąrz und im April dieses Jahres bei der Corona-Hotline in Leipzig Menschen Rat gesucht. Das war so oft wie noch nie. Die Hotline war Mitte Mai vergangenen Jahres geschaltet und seither Monat f├╝r Monat immer ├Âfter angew├Ąhlt worden. Im Schnitt haben sich seither in Leipzig monatlich etwa 2100 Anrufer zu Corona informiert oder beraten lassen, hie├č es. Es sei nicht daran gedacht, die Hotline zu beenden, sagte eine Stadtsprecherin.

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Neben der Corona-Hotline des Gesundheitsamtes f├╝r medizinische Fragen gibt es in der Messestadt ein B├╝rgertelefon f├╝r allgemeine Corona- Anfragen wie den juristischen Bestimmungen, zu mobilen Impfangeboten oder zu den Bedingungen, die beim Betreten ├Âffentlicher st├Ądtischer Einrichtungen beachtet werden m├╝ssen. Eine Termin-Hotline wiederum dirigiert im Rathaus die Besucherstr├Âme. Vor Corona h├Ątten beim B├╝rgertelefon j├Ąhrlich etwa 250.000 bis 270.000 Menschen angerufen, hie├č es. 2020 waren es den Angaben zufolge einschlie├člich der Termin-Hotline rund 600.000 Anrufer und in diesem Jahr bis einschlie├člich September schon rund 510.000.

Wenn sich die Anrufe in Leipzig h├Ąufen, werden der Sprecherin zufolge auch Medizinstudenten f├╝r den Telefondienst engagiert oder es helfen Mitarbeiter aus anderen Bereichen aus. Beim B├╝rgertelefon wurden zudem zw├Âlf zus├Ątzliche, auf ein Jahr befristete Stellen geschaffen. Die zus├Ątzlichen Anfragen h├Ątten sonst nicht bew├Ąltigt werden k├Ânnen, hie├č es.

"Mindestens bis ├╝ber den Winter", soll auch die Corona-Hotline in Chemnitz aktiviert bleiben, k├╝ndigte Stadtsprecher Matthias Nowak an. Die Nachfrage sei abh├Ąngig von der Corona-Inzidenz und gerade jetzt wieder gro├č.

Im Erzgebirgskreis wird die Corona-Hotline laut Landratsamt in Annaberg-Buchholz von den B├╝rgern "rege in Anspruch genommen". Ein Ende sei nicht geplant. Bei steigenden Corona-Fallzahlen oder gesetzlichen ├änderungen sei der Informationsbedarf immer besonders hoch, hie├č es beim Landkreis Bautzen.

T├Ąglich knapp 47 Anrufe waren es zuletzt bei der Hotline des Vogtlandkreises in Plauen. Zum Vergleich: Im M├Ąrz waren es im Schnitt 770. Die Zahlen schwankten stark, hie├č es im Landratsamt. Diese seien abh├Ąngig etwa von der Ver├Âffentlichung neuer Gesetze oder Verordnungen mit Bezug zu Corona und der H├Âhe der Inzidenzen. Die Hotline werde je nach Bedarf mit von vier bis 24 Mitarbeitern betreut, von denen einige eigens f├╝r diesen Dienst eingestellt wurden. Sie k├╝mmern sich etwa um Reiser├╝ckkehrer.

Im Fr├╝hjahr 2020 hatte auch der Freistaat etwa zu Fragen der Corona- Schutzverordnung eine eigene Hotline eingerichtet. Die h├Âchste Auslastung sei w├Ąhrend der ersten und zweiten Infektionswelle gewesen, hie├č es im Sozialministerium. Seit Jahresbeginn h├Ątten sich die Anruferzahlen verglichen mit dem Vorjahr auf niedrigem Niveau stabilisiert. "Ein signifikanter Anstieg der Auslastung in Verbindung mit den aktuell zunehmenden Infektionszahlen ist bislang nicht zu beobachten."

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