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Verlassene Orte in Dortmund: Lost Places – Zeche, Brauerei und Psychiatrie

Psychiatrie, Brauerei und Co.  

Lost Places in Dortmund – entdecken Sie verlassene Orte

04.11.2021, 14:19 Uhr
Verlassene Orte in Dortmund: Lost Places – Zeche, Brauerei und Psychiatrie. Turm und Fabrikgebäude der ehemaligen Kronen-Brauerei in Dortmund 2019: In dem Turm entsteht ein neues Stadtarchiv. (Quelle: imago images/Oliver Schaper/Archivbild)

Turm und Fabrikgebäude der ehemaligen Kronen-Brauerei in Dortmund 2019: In dem Turm entsteht ein neues Stadtarchiv. (Quelle: Oliver Schaper/Archivbild/imago images)

Schaurig schön und in Vergessenheit geraten: In Dortmund gibt es eine Reihe verlassener Orte. t-online stellt Ihnen die interessantesten Lost Places vor.

Verwilderte Gegenden und verfallene Gebäude gibt es viele in Deutschland. Manche von ihnen sind besonders bei Abenteurern beliebt, die auf der Suche nach einzigartigen Fotomotiven sind.

Glück haben diese auch in Dortmund. Denn auch dort gibt es viele der sogenannten Lost Places. Eine ehemalige Psychiatrie, verlassene Werkshallen und mehr. Eine Übersicht.

Kokerei Hansa

Die Kokerei Hansa ist wohl einer der bekanntesten Lost Places im Ruhrgebiet und ein echtes Paradies für Fotografen. In der alten Zentralkokerei, die 1928 in Betrieb genommen wurde, gibt es noch heute alte Förderbänder, rostige Rohre und alte Getriebe. Sie befindet sich in der damaligen "verbotenen Stadt", in Huckarde.

1992 wurde die Koks-Produktion aus Kohle eingestellt, doch immer noch befinden sich viele Überbleibsel aus dem jahrelangen Betrieb in dem Industriekomplex. 1998 wurde dieser schließlich unter Denkmalschutz gestellt.

Kokerei und Zeche Hansa: Heute ist das Areal in Huckarde ein Industriedenkmal. (Quelle: imago images/Winfried Rothermel)Kokerei und Zeche Hansa: Heute ist das Areal in Huckarde ein Industriedenkmal. (Quelle: Winfried Rothermel/imago images)

Hermannshütte in Hörde

Die Hermannshütte war ein Stahl- und Eisenwerk im Dortmunder Stadtteil Hörde. Sie wurde bereits 1841 errichtet, um Roheisen zu Stahl zu verarbeiten. Vor allem Eisenbahnschienen wurden in der Hermannshütte produziert. 1852 wurde die sie ein Teil des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins.

2001 wurde der Betrieb eingestellt. Teile der Anlagen wurden für die Weiterverwendung nach China transportiert. Nur wenige Jahre später war von dem Werk nichts mehr übrig. Die Gebäude wurden vollständig abgerissen. Heute befindet sich an ihrer Stelle der Phoenixsee.

Baustelle auf dem Gelände der ehemaligen Hermannshütte im Jahr 2007: Heute befindet sich an dieser Stelle der künstlich angelegte Phoenixsee. (Quelle: imago images/Markus Gloger/Archivbild)Baustelle auf dem Gelände der ehemaligen Hermannshütte im Jahr 2007: Heute befindet sich an dieser Stelle der künstlich angelegte Phoenixsee. (Quelle: Markus Gloger/Archivbild/imago images)

Ehemalige Psychiatrie in Kirchhörde

1957 wurde das katholische Marienhospital auf dem Gelände zwischen Notweg/Bahnstrecke und der späteren Klöcknerstraße in Dortmund erbaut. Die Familie Klöckner hatte dem Orden der Franziskanerinnen aus Mayen in der Eifel das Grundstück überlassen. 1978 stellte das Krankenhaus aber den Betrieb ein. Aus ihm wurden eine Psychiatrie und Psychotherapie mit Tagesklinik.

2005 wechselte diese Abteilung nach Hombruch, das Gebäude stand damit leer. Anfang 2017 begannen schließlich die Abrissarbeiten. Bis dahin war es aber ein beliebter Ort für Urban Explorers. Vor allem für diejenigen, die sich gruseln wollten: Es soll dort gespukt haben.

Marien-Hospital in Kirchhörde: Der Gebäudekomplex wurde ab 2017 abgerissen. (Quelle: WikimediaCommons/CC BY-SA 2.0/Skin-ubx)Marien-Hospital in Kirchhörde: Der Gebäudekomplex wurde ab 2017 abgerissen. (Quelle: WikimediaCommons/CC BY-SA 2.0/Skin-ubx)

Kraftwerk Gustav Knepper

Das Kraftwerk Gustav Knepper war ein Steinkohlekraftwerk im Dortmunder Stadtbezirk Mengede. Es wurde nach dem gleichnamigen Bergwerksdirektor benannt und ab 1951 errichtet. Die E.ON AG übernahm das Kraftwerk schließlich, doch der Betrieb sollte nur bis 2001 andauern.

2013 beantragte E.ON aus wirtschaftlichen Gründen die Stilllegung des Kraftwerkes. Diese erfolgte ein Jahr später. 2017 wurde das Areal schließlich verkauft. Es sollte revitalisiert werden. Dafür wurde das Kraftwerk nach und nach zurückgebaut und der Kühlturm, der Schornstein und das Kesselhaus wurden 2019 gesprengt. Die Revitalisierung soll noch andauern.

Kühlturm des Kraftwerkes Gustav Knepper in Dortmund: 2019 wurde unter anderem der Kühlturm gesprengt. (Quelle: imago images/biky/Archivbild)Kühlturm des Kraftwerkes Gustav Knepper in Dortmund: 2019 wurde unter anderem der Kühlturm gesprengt. (Quelle: biky/Archivbild/imago images)

Ehemalige Kronenbrauerei

1430 wird das Kronenbier erstmals in der Chronik erwähnt. Und seitdem liegt die Produktion in Dortmund. Im Jahr 1873 wurde die Brauerei an die Kronenburg an der Märkischen Straße verlegt. Ende der 1980er-Jahre wurde sie erst von der Dortmund Stifts-Brauerei und dann von der Dortmund Thier-Brauerei übernommen. 1996 folgte der Verkauf der drei Brauereien an die Dortmunder Actien-Brauerei.

Die Produktion an der Märkischen Straße endete 2000. Die Dortmunder Kronen wurden fortan an der Steigerstraße produziert. Und die ehemalige Brauerei stand seitdem leer. Vor allem der Kronenturm wurde so zu einem beliebten Lost Place. Er wurde immer wieder von Jugendlichen aufgesucht. Es gab mehrere Unfälle auf dem Gelände, Feuerwehr und Polizei rückten immer wieder deswegen aus.

Mittlerweile sind Arbeiten auf dem alten Brauereigelände im Gange. Die Stadt Dortmund will den Kronenturm als Stadtarchiv nutzen.

Turm und Fabrikgebäude der ehemaligen Kronen-Brauerei in Dortmund 2019: In dem Turm entsteht ein neues Stadtarchiv. (Quelle: imago images/Oliver Schaper/Archivbild)Turm und Fabrikgebäude der ehemaligen Kronen-Brauerei in Dortmund 2019: In dem Turm entsteht ein neues Stadtarchiv. (Quelle: Oliver Schaper/Archivbild/imago images)

Walzwerk Hoesch

Im Jahr 2015 schloss das Walzwerk Hoesch nach über 113 Jahren. Das in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs gelegene Werk stellte aber eher überraschend den Betrieb ein. Die Arbeitslosenzahl in der Nordstadt stieg damit rapide an. Das Werk selbst wurde nach der Schließung demontiert und nach China gebracht. 

Die noch vorhandenen Hallen stehen heute leer. Das Areal ist trotzdem sehr beliebt bei Urban Explorern. Denn neben den Hallen gibt es auch einen alten Bunker zu entdecken.

Stillgelegtes Hoesch-Werk im August 2001: Das Werk wurde zum Großteil nach China transportiert. (Quelle: imago images/TriAss)Stillgelegtes Hoesch-Werk im August 2001: Das Werk wurde zum Großteil nach China transportiert. (Quelle: TriAss/imago images)

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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