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Corona-Appell aus Erfurt : Städte fordern bei Kita-Testungen Engagement vom Land

Corona-Appell aus Erfurt  

Städte fordern bei Kita-Testungen Engagement vom Land

04.08.2021, 11:40 Uhr | t-online

Corona-Appell aus Erfurt : Städte fordern bei Kita-Testungen Engagement vom Land. Ein Kind sitzt auf dem Schoß seiner Mutter und hält einen Corona-Test in der Hand (Symbolbild): Das Robert Koch-Institut empfiehlt flächendeckende Corona-Schnelltests in Kindertagesstätten.  (Quelle: imago images/photothek)

Ein Kind sitzt auf dem Schoß seiner Mutter und hält einen Corona-Test in der Hand (Symbolbild): Das Robert Koch-Institut empfiehlt flächendeckende Corona-Schnelltests in Kindertagesstätten. (Quelle: photothek/imago images)

Seit August kommt der Freistaat Thüringen nicht mehr für flächendeckende Corona-Schnelltests in Kindertagesstätten auf. Eine Entscheidung, die bei den Bürgermeistern von Erfurt, Jena und Eisenach für Kopfschütteln sorgt. 

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 5,8 (Stand Mittwoch) hat Thüringen die Corona-Pandemie im Vergleich unter den Bundesländern derzeit am besten im Griff. Ein Erfolg, der unter anderem auch auf flächendeckende Schnelltests in den Thüringer Kindertagesstätten zurückzuführen ist. Doch die werden seit Anfang August nicht mehr von der Landesregierung finanziert.

Für die OBs von Erfurt und Eisenach sowie den Jenaer Bürgermeister Christian Gerlitz ist die Entscheidung absolut unverständlich, wie die Stadt Erfurt in einer Pressemitteilung erklärte. 

Demnach fordern die Verantwortlichen, von der Landesregierung, die Kostenübernahme für Testangebote in die Kindertagesstätten wiederaufzunehmen. "Das Kultusministerium lässt die Kinder, Eltern und das Personal in den Kitas allein. Es kann nicht im Sinne einer Landesregierung sein, in Zeiten niedriger Inzidenzen diesen Vorteil aufs Spiel zu setzen", mahnte Jenas Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) bereits am Freitag.

Finanzierung durch Kommunen "schlichtweg nicht möglich"

Die Aussetzung der Tests in Kitas sei ein Symbol des mangelnden Verantwortungsbewusstseins des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport für die Gesamtlage in der Pandemie, kritisierte er. Die Stadt Jena will die Testungen zunächst weiterfinanzieren, dies könne jedoch nur ein Notbehelf sein. Auch die Eisenacher Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Linke), hält eine dauerhafte Finanzierung durch die Kommunen für "schlichtweg nicht möglich".

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) besteht ebenfalls darauf, dass die Tests für Kita-Kinder und -Personal weiterhin vom Land getragen werden. Die Testungen sollten seiner Ansicht nach aber nicht mehr in den Einrichtungen, sondern zuhause durch die Eltern vorgenommen werden. 

Kinder sollen in Ruhe zuhause getestet werden

"Die Fehlerquote bei den Corona-Tests in den Kita-Gruppen ist nach Auskunft unseres Erfurter Gesundheitsamtes überaus hoch. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern ihre Kinder künftig in Ruhe zuhause testen. Dafür muss das Land ihnen Testkits kostenfrei bereitstellen", forderte er laut Mitteilung.

Alle drei Verantwortlichen appellieren an die Thüringer Landesregierung, die Finanzierung der Schnelltests in Kindertageseinrichtungen nicht nur wiederaufzunehmen, sondern zudem eine Umstellung auf bessere, weiterentwickelte Testmöglichkeiten zu prüfen. Unerkannte Infektionen, Quarantäne oder die Schließung von Einrichtungen würden die Kosten für die Tests ungleich übersteigen, mahnen sie.

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