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Bahnstreik: Lange Schlange an der Auskunft in Erfurt


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Bahnstreik: Lange Schlange an der Auskunft in Erfurt

Von dpa
11.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Lokführer-Streik
Der Sekundenzeiger einer Bahnhofsuhr tickt vor dem Logo der Deutschen Bahn. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn hat am Mittwoch den Zugverkehr am Hauptbahnhof in Erfurt stark beeinträchtigt. Aufgrund zahlreicher Zugausfälle und -verspätungen komme es vermehrt zu Nachfragen der Kundinnen und Kunden, hieß es am Nachmittag am DB-Auskunftsschalter. "Aber nicht so, dass wir nicht behilflich sein können." Die Schlange vor dem DB-Reisezentrum zog sich durch die Eingangshalle bis vor das Bahnhofsgebäude.

Der Erfurter Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt im deutschen Bahnverkehr und fungiert als ICE-Drehkreuz. Von und über Erfurt fahren Züge in alle Himmelsrichtungen. So strandete etwa ein Urlauber aus den USA in der Landeshauptstadt. "Ich bin um 9 Uhr in Frankfurt gelandet und jetzt bin ich in Erfurt und werde voraussichtlich nicht in den Anschlusszug kommen, da er ausgelastet ist", so der Reisende. "Es ist doof." Eine Mutter mit ihrem Kind ganz am Ende der Schlange ist sich fast schon sicher, dass ihre Reise von Straßburg nach Brandenburg "wahrscheinlich am Ende mit dem Auto" abgeschlossen werden muss. Damit habe sie aber gerechnet. Gähnende Leere hingegen an den Gleisen sowie in der Buchhandlung gegenüber dem Reisezentrum. "Es kommt ja kein Mensch hierher - es kommt ja keine Bahn", so die Angestellte. Flaute herrschte auch am Taxistand. "Wir haben eigentlich mehr erwartet durch den Streik", sagte ein Fahrer. Mit seinen 23 Jahren Berufserfahrung habe er spekuliert, dass es besser laufen würde - "aber ganz im Gegenteil".

Bundesweit wurden wegen des Streiks drei Viertel aller Fernzüge gestrichen, im Regional- und S-Bahnverkehr musste besonders im Osten Deutschlands mit Einschränkungen gerechnet werden.

Die GDL-Mitglieder streiken für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken.

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