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Gewerkschaftsbund fordert Solidarit├Ąt und Ende von Minijobs

Von dpa
01.05.2022Lesedauer: 2 Min.
DGB
Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Am Tag der Arbeit hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Th├╝ringen die Abschaffung von Minijobs gefordert. In der Corona-Pandemie seien Menschen, die in "diesen elenden Jobs" t├Ątig sind, die ersten gewesen, die gek├╝ndigt wurden und ohne soziale Sicherung dastanden, sagte die stellvertretende Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Hessen-Th├╝ringen, Renate Sternatz, am Sonntag bei einer Kundgebung in Erfurt vor rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. "Jede Arbeit muss sozial versichert sein - und zwar ab dem ersten Euro."

Der 1. Mai stehe in diesem Jahr im Schatten des Krieges in der Ukraine. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter verurteilten den russischen Angriffskrieg und setzten ein Zeichen f├╝r Frieden, Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt, sagte Sternatz. Putins Angriffskrieg sei durch nichts zu rechtfertigen. Er habe damit V├Âlkerrecht gebrochen. Krieg d├╝rfe aber auch kein Mittel der Politik sein. Es sei absurd, dass f├╝r staatliche Gerechtigkeit immer kein Geld da sei, nun aber "so genanntes Sonderverm├Âgen" genommen werde. "Wir stehen diesem R├╝stungsprogramm kritisch, sehr kritisch gegen├╝ber."

Die Inflation mache die soziale Schieflage momentan besonders deutlich. Die steigenden Preise tr├Ąfen besonders die Mittelschicht; Geringverdiener, Studierende und Alleinerziehende. Mehr Investitionen forderte der DGB in den ├Âffentlichen Personennah-, den Regional- sowie den Fernverkehr.

"Immer mehr Arbeitgeber dr├╝cken sich vor Tarifbindung. Diesen Trend gilt es zu stoppen. Der ist f├╝r uns nicht l├Ąnger hinnehmbar", sagte Sternatz weiter. Wenn die Arbeitgeber nicht handelten, brauche es politisches Handeln. "Wir fordern ein Bundestariftreuegesetz von der ├Âffentlichen Hand. Auftr├Ąge d├╝rfen nur noch vergeben werden an Betriebe, die tarifgebunden sind."

In Erfurt hatte der DGB zur zentralen 1. Mai-Veranstaltung in Th├╝ringen eingeladen. An der Kundgebung beteiligten sich auch Landespolitiker mehrerer Parteien. Aktionen der Gewerkschaften gab es unter anderem auch in Jena, Gera, Gotha oder Suhl. Bei den Mai-Kundgebungen in ganz Th├╝ringen haben am Sonntag insgesamt rund 3000 Menschen f├╝r gerechte L├Âhne und Solidarit├Ąt demonstriert. In den beiden vergangenen Jahren konnten die Kundgebungen und Demos coronabedingt gar nicht oder nur eingeschr├Ąnkt stattfinden.

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