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Wie Stefan Neff den VfL Eintracht Hagen nach vorne bringen will

INTERVIEWNeuer Trainer mit Ambitionen  

Wie Stefan Neff den VfL Eintracht Hagen nach vorne bringen will

28.11.2019, 10:15 Uhr
. Stefan Neff in der Sporthalle: Als neuer Trainer des VfL Eintracht Hagen hat er Großes vor. (Quelle: VfL Eintracht Hagen)

Stefan Neff in der Sporthalle: Als neuer Trainer des VfL Eintracht Hagen hat er Großes vor. (Quelle: VfL Eintracht Hagen)

Eigentlich hatte sich Eintracht Hagen vorgenommen, den Wiederaufstieg in die zweite Handballbundesliga zu schaffen. Richten sollte das Cheftrainer Ulli Kriebel, der jedoch überraschend zu Wochenbeginn zurücktrat. Nun soll Stefan Neff die Eintracht wieder auf Kurs bringen. t-online.de hat mit ihm vor seinem ersten Einsatz gesprochen.

Der 33-jährige Stefan Neff aus Hagen hat sich beim TuS Volmetal und den SGSH Dragons in der Region bereits einen Namen gemacht und gezeigt, dass er Teams aus einer Krise herausführen kann. Sein Debüt als Cheftrainer für Eintracht Hagen gibt er am am Freitagabend gegen den OHV Aurich.

t-online.de: Gummersbach, Volmetal, Halver und jetzt der VfL Eintracht Hagen. Die bedeutendsten Clubs der Region wollen mit Stefan Neff arbeiten. Was machen Sie richtig?

Stefan Neff: Das müsste man natürlich meine Vorgesetzten fragen. Aber wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat natürlich einiges gut funktioniert. Gemeinsam mit dem TuS Volmetal sind mir zwei Aufstiege gelungen und auch bei der SG Schalksmühle-Halver ging es zu Beginn meiner Amtszeit erst um den Klassenerhalt und wir haben uns dann zum Spitzenteam entwickelt.

Nun geht es zurück zu den Wurzeln. Wie lang waren Sie nicht mehr für die Grün-Gelben unterwegs und wieso sind Sie damals weggegangen?

Nachdem ich mich als Spieler schon in der Jugend so schwer verletzte, dass ich meine aktive Karriere aufgeben musste, war ich bei Eintracht Hagen als Jugendtrainer aktiv. Das ist aber schon 13 bis 14 Jahre her. Damals bot sich dann die Möglichkeit, beim VfL Gummersbach mit den talentiertesten Nachwuchshandballern der Region zu arbeiten. Das habe ich gerne angenommen und betrachte diesen Schritt im Nachhinein auch als sehr wichtig. Ich habe in Gummersbach unter anderem drei Jahre mit Nationalspieler Paul Drux zusammengearbeitet und mich weiterentwickeln können.

Jetzt geht es als Cheftrainer für die Eintracht weiter und Sie werden als die perfekte Nachfolge für Ulli Kriebel gehandelt. Setzt Sie das unter Druck?

Vor anderthalb Wochen habe ich noch auf der Couch gesessen und die Handballspiele der Welt verfolgt, da habe ich noch mit gar nichts gerechnet. Ich muss allerdings gestehen, dass sich kürzlich auch noch ein weiteres Angebot aus der zweiten Liga ergeben hat, weshalb ich zumindest ein wenig Bedenkzeit brauchte. Doch letztlich war es eine absolute Herzensentscheidung beim VfL zu unterschreiben. Wieder beim Heimatverein aktiv zu werden, ist einfach am Schönsten. Und deshalb verspüre ich auch keinen Druck, sondern pure Vorfreude. Man kann schon sagen, dass für mich ein kleiner Traum wahr wird.

Mit dem TuS Volmetal sind Ihnen zwei Aufstiege bis in die dritte Handballbundesliga gelungen, jetzt steht der Wiederaufstieg in die zweite Liga auf der Agenda. Wann kann dieser gelingen?

Natürlich bleibt der Wiederaufstieg unser erklärtes Ziel. Es in dieser Saison noch aus eigener Kraft zu schaffen, ist aber kaum mehr möglich, da ist Wilhelmshaven schon zu weit weggezogen. Der VfL hat ja das beste Beispiel dafür geliefert, dass es im Sport nie einfach und oft steinig ist. Aber ich bin mir sicher, dass es in der nächsten Saison klappen kann. Dafür müssen wir aktuell einfach mal weniger reden und mehr machen, dann wird es eine positive Entwicklung geben.

Wie gehen Sie diesen Plan an? Haben Sie in Ihrer ersten Woche schon etwas verändern können?

Wenn man eine Mannschaft übernimmt, krempelt man nicht von heute auf morgen alles um. Was mir gar nicht gefallen hat, waren die Punkte Einsatz, Emotionen und Leidenschaft. Da verlange ich bereits ab Freitag mehr und bin selbst gespannt darauf, wer da wie mitzieht.


Und ein Sieg gegen Aurich ist zum Auftakt Pflicht?

Pflicht ist für mich vor allem für den Gegner immer ein respektloses Wort. Wir haben letzte Woche gesehen, dass wir auch gegen den Tabellenletzten verlieren können. Aber ich glaube fest an die Qualität der Mannschaft und daran, dass wir bereits am Freitag als Sieger vom Platz gehen können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Stefan Neff

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