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Hagen: Wie der Weihnachtsmarkt schwierigen Zeiten trotzen will

Mit Glühwein und Kulturangeboten  

Wie der Weihnachtsmarkt in Hagen schwierigen Zeiten trotzen will

Von Jan Eckhoff

13.11.2019, 15:38 Uhr
Hagen: Wie der Weihnachtsmarkt schwierigen Zeiten trotzen will. Noch ist es in der Hagener Innenstadt nicht sehr weihnachtlich, doch bereits in den kommenden Tagen beginnt der Aufbau des diesjährigen Weihnachtsmarktes.  (Quelle: Jan Eckhoff)

Weihnachten: Noch ist es in der Hagener Innenstadt nicht sehr weihnachtlich, doch bereits in den kommenden Tagen beginnt der Aufbau des diesjährigen Weihnachtsmarktes. (Quelle: Jan Eckhoff)

Bereits in rund einer Woche ist es wieder soweit: Der Weihnachtsmarkt in Hagen wird eröffnet. Was die Betreiber dieses Jahr anders machen wollen und wie der Weihnachtsmarkt in Zeiten von Onlinehandel die Leute auf die Straße locken will, hat t-online.de-Autor Jan Eckhoff herausgefunden. 

Der Weihnachtsmarkt in Hagen startet am 21. November und bringt dieses Jahr einige Veränderungen mit sich. Dirk Wagner, Chef der Hagener Schausteller, sagt: "Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr ein anderes Bild bekommen." Denn immerhin zwölf der üblichen Verkaufsstände sind nicht mehr dabei.

"Mit sehr viel Arbeit haben wir es aber dennoch geschafft, neue Angebote zu bekommen und die gesamte gewohnte Fläche des Weihnachtsmarktes zu erhalten", beruhigt Wagner. An insgesamt 80 Ständen werden zwischen dem Friedrich-Ebert-Platz sowie dem Bereich Adolf-Nassau-Platz und Volkspark wieder Essen, Glühwein, Geschenke und Fahrgeschäfte angeboten.

Die lange unveränderten Preise für Glühwein werden dabei in diesem Jahr einen ziemlichen Sprung nach oben machen: Statt bislang 2,50 Euro kostet der Becher nun drei Euro. Auch im Bereich der Gastronomie werden die Preise wohl erhöht, die Fahrgeschäfte sollen aber nicht teurer werden.

Konkurrenz im Umland

Nicht nur der Onlinehandel, auch die Konkurrenz im Umland macht dem Hagener Markt zu schaffen. "Wir leben in einem Wettbewerb. Wenn der Weihnachtsmarkt in Dortmund ein paar Tage eher geöffnet hat, fahren die Leute dorthin und dann ist das Geld weg", ist Dirk Wagner überzeugt.

In diesem Zusammenhang kritisiert der neue Weihnachtsmarktsprecher Alex Talash auch noch einmal deutlich den Vorstoß der Hagener CDU, die eine Öffnung am Totensonntag, 24. November, verhindern wollte: "Wir hatten mit Gegenwind gerechnet, obwohl wir uns an alle gesetzlichen Vorgaben halten. Aber wir müssen jede Chance nutzen, die Leute in unsere Stadt zu holen. Die Resonanz bei anderen Märkten ist an den Feiertagen riesig. Warum sollten wir die Leute also nach Crange, Oberhausen oder Holland fahren lassen? Ich finde es schade, dass die CDU das nicht so sieht", sagt er. 

Lichter und Thementage

Um die Attraktivität des Hagener Weihnachtsmarktes zu steigern, wurde viel investiert. Für 50.000 Euro wurde etwa neue Beleuchtung angeschafft, darunter ein neuer zwölf Meter hoher, erleuchteter Weihnachtsbaum auf dem Adolf-Nassau-Platz. Der Baum besteht aus Stahl und kann wiederverwendet werden. Weiterhin neu wird ein sogenanntes "Stargate" an der Karl-Marx-Straße sein sowie zwei hell erleuchtete "Photopoints", die zu Erinnerungsschnappschüssen einladen.

Bei den Fahrgeschäften wird es in diesem Jahr wieder das gewohnte Angebot geben: Riesenrad, Rutsche und Weihnachtsfabrik finden sich an den üblichen Orten. Auch ein breites Kulturangebot mit Bands und Theater wird es geben. 

Umwelt und Sicherheit im Fokus

Ökologische Aspekte spielen bei dem Volksfest auch erstmals eine wichtige Rolle. Der gesamte Markt wird mit Ökostrom eines regionalen Versorgers betrieben. An allen Ständen sind Plastiktüten verboten und die Gastronomie muss auf umweltfreundliches Geschirr oder Pfandsysteme setzen.

Ralf Korthaus (Eventmanager), Dirk Wagner (Schaustellerverein), Wladimir Tisch (Citymanager), Ralf Quardt (Bezirksbürgermeister), Martin Echterling (Ordnungsamt), Alfons Tröger (Schaustellerverein) sowie Peter Mook (Stadtkanzlei): Sie stellten im Rathaus das Programm des 52. Hagener Weihnachtsmarktes vor. (Quelle: Jan Eckhoff)Ralf Korthaus (Eventmanager), Dirk Wagner (Schaustellerverein), Wladimir Tisch (Citymanager), Ralf Quardt (Bezirksbürgermeister), Martin Echterling (Ordnungsamt), Alfons Tröger (Schaustellerverein) sowie Peter Mook (Stadtkanzlei): Sie stellten im Rathaus das Programm des 52. Hagener Weihnachtsmarktes vor. (Quelle: Jan Eckhoff)

Am Sicherheitskonzept wird sich nicht viel ändern, nur an einigen Stellen wurde es etwas optimiert. Martin Echterling, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, betont: "Wir wollen ein fröhliches Familienfest und nicht den Markt mit Uniformen überziehen." Konsequenterweise soll es daher im Bereich des Weihnachtsmarktes auch wieder ein "Kuttenverbot" für Rockerbanden geben.

Keine Verlängerung

Auf Frage, ob der Hagener Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wie in anderen Städten auch über den 23. Dezember hinaus geöffnet haben wird, sagt Dirk Wagner nur: "Auch wir Schausteller wollen mit unseren Familien Weihnachten feiern."


Geöffnet ist der Hagener Weihnachtsmarkt von Donnerstag, 21. November, bis Montag, 23. Dezember, werktäglich von 11 bis 20.30 Uhr, freitags und samstags von 11 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 20.30 Uhr. Am Totensonntag, 24. November, öffnen die Marktstände von 18 bis 22 Uhr. Am 29. November finden rund um den Markt in der Innenstadt außerdem Aktionen zum "Black Friday" statt, am 8. Dezember ist in Hagen Verkaufsoffener Sonntag.

Verwendete Quellen:
  • Besuch der Pressekonferenz im Hagener Rathaus

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