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Hamburg: "Existenzbedrohend" – Lemonaid soll Steuern in Millionenhöhe nachzahlen


"Existenzbedrohend" – Lemonaid soll Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Von t-online, EP

13.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Limonaden-Flaschen der Marke Lemonaid (Archivbild): Das Unternehmen hat eine Petition gestartet.Vergrößern des BildesLimonaden-Flaschen der Marke Lemonaid (Archivbild): Das Unternehmen hat eine Petition gestartet. (Quelle: HANNO BODE/imago images)
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Der Kauf von Produkten finanziert soziale Projekte: So das Konzept eines Hamburger Unternehmens. Nun bekommen die Limonadenhersteller deshalb Probleme.

Der Hamburger Limonaden-Hersteller Lemonaid soll mehrere Millionen Euro Steuern nachzahlen. "Weil wir zu viel Gutes tun", so die Begründung des Unternehmens, das sich durch eine "irrsinnige Rechtslage" benachteiligt sieht.

Das Finanzamt sehe in den Zahlungen, die bei Lemonaid als Spenden für soziale Projekte ausgeschüttet würden, vielmehr eine Gewinnausschüttung. Diese Gewinne müssten also versteuert werden. Für Lemonaid eine Zahlung, die existenzbedrohende Folgen hätte, heißt es in einer Mitteilung.

Hamburger Unternehmen will mit Petition gegen Nachzahlung vorgehen

Lemonaid wirbt damit, dass jeder Kauf der Produkte hilft, Gutes zu tun. Mit den Einnahmen würden neben Biolandbau und fairem Handel auch der gemeinnützige Lemonaid & ChariTea e.V gefördert. Dieser wiederum finanziert Sozialprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien. Für dieses Engagement habe Lemonaid bereits viel Lob seitens der Politik und auch den Deutschen Gründerpreis erhalten.

"Social Entrepreneurship wollen wir noch stärker als bisher fördern und unterstützen", zitiert das Unternehmen den Koalitionsvertrag der Großen Koalition von 2018. Darin sehen sich die Verantwortlichen nun behindert. In Deutschland könnten nur 0,4 Prozent des Umsatzes abzugsfähig gespendet werden. "Genug für die jährliche Spende an die örtliche Feuerwehr – viel zu wenig für die wichtige Arbeit der Sozialunternehmen", so die Verantwortlichen. Die Ausgaben von Lemonaid für soziale Projekte würden diesen Anteil jährlich überschreiten. Dass Ausgaben für gemeinnützige Vereine nicht steuerlich geltend gemacht werden könnten, lasse diese Projekte wertlos erscheinen.

Um gegen die Entscheidung des Finanzamtes vorzugehen, hat Lemonaid eine Petition gestartet. "Die bisherige Rechtslage behindert die Arbeit von Sozialunternehmen in teils existenzbedrohender Weise und benachteiligt sie klar gegenüber rein profitorientierten Unternehmen", so die Begründung. Die Petition soll in wenigen Wochen veröffentlicht werden, sobald sie vom Bundestag freigegeben wurde.

Verwendete Quellen
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