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Hamburg: Brief nach 37 Jahren zugestellt? Das sagt die Post


Das sagt die Post
Brief nach 37 Jahren zugestellt?

Von t-online, mtt

13.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Briefträger (Symbolbild): Wieso der Brief so lange brauchte, ist laut Post rätselhaft.Vergrößern des BildesBriefträger (Symbolbild): Wieso der Brief so lange brauchte, ist laut Post rätselhaft. (Quelle: Gudath/imago-images-bilder)
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Überraschung für eine Hamburger Rentnerin: Sie bekam einen vergilbten Brief, darin eine Gutschrift über 172 DM. Abgeschickt wurde er 1986. Wie kann das sein?

So lahm wie eine Schildkröte – in diesem Fall wäre das eine Beleidigung für die Schildkröte. Für zehn Kilometer braucht ein einigermaßen zielstrebiges Tier der besonders gemütlichen Gattung Gopherus nämlich bloß rund zwei Tage. Der Brief, um den es hier geht, benötigte hingegen satte 37 Jahre.

Wie "Bild" berichtete, hat eine Rentnerin in Hamburg jetzt einen vergilbten Umschlag aus dem Briefkasten gefischt, der laut Poststempel seit dem 4. August 1986 unterwegs war.

Es ist ein Schreiben aus einer anderen Zeit: Mit der Zustellung beauftragt war die Deutsche Bundespost, eine Behörde, die es seit 1995 nicht mehr gibt, und deren Nachfolgerin heute Deutsche Post AG heißt. Das Porto betrug 80 Pfennig, die damalige Postleitzahl 2000 Hamburg 71 für den Stadtteil Bramfeld ist ebenso Geschichte.

Hamburgerin fand Überweisungsschein, Gutschrift, Kontoauszüge

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Gerichtet war der Brief an den Ex-Mann von Inga W., die 77-Jährige ist längst von ihm geschieden. Aber laut "Bild" ähneln sich die Adressen der ehemaligen Eheleute.

"Ich habe mir den Brief mehrmals angeschaut und konnte es nicht glauben", zitiert "Bild" die Rentnerin. Da ihr Ex an Alzheimer erkrankt sei, habe sie den Umschlag für ihn geöffnet. Darin lagen ein Überweisungsschein, eine Gutschrift der Baugenossenschaft in Höhe von 172 DM und Kontoauszüge.

Abgeschickt worden war der Brief aus der Zentrale der Haspa in zehn Kilometer Entfernung. Nun solle der gemeinsame Sohn das letzte Wegstück der Zustellung übernehmen, damit sein Vater Hermann W. die Post endlich bekommt.

Deutsche Post: "Eigentlich ausgeschlossen"

Die Frage, wieso der Brief für das kurze Stück von der Hamburger Sparkasse bis zu Familie W. so lange brauchte, ist offen – und wird wohl auch für immer ein Rätsel bleiben. Die Deutsche Post kann sich die Sache auch nicht so recht erklären – und vermutet, dass es zumindest nicht ausschließlich an ihr lag. "So eine lange Laufzeit, das ist bei uns eigentlich ausgeschlossen", sagte ein Sprecher t-online.

Möglicherweise sei der Brief damals falsch zugestellt worden. Und jetzt habe ihn jemand beim Aufräumen gefunden und kurzerhand noch einmal in einen Briefkasten geworfen.

Verwendete Quellen
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