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Hamburg: Tierheim an der Süderstraße droht das Aus – Streit mit der Stadt


Streit um Geld von der Stadt
Hamburger Tierheim droht das Aus

Von dpa, t-online
06.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Junge Katzen im Hamburger Tierheim (Symbolfoto): Der Tierschutzverein will bessere Konditionen von der Stadt Hamburg.Vergrößern des BildesJunge Katzen im Hamburger Tierheim (Symbolfoto): Der Tierschutzverein will bessere Konditionen von der Stadt Hamburg. (Quelle: Lars Berg/imago images)
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Die Lage für ausgesetzte Tiere in Hamburg könnte sich dramatisch verschlimmern. Der Stadt wird vorgeworfen, zu wenig zu zahlen.

Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 (HTV) hat den Vertrag mit der Stadt Hamburg gekündigt, weil das städtische Geld für die Unterbringung und Versorgung der Tiere die Kosten nicht deckt. "Wir haben uns deshalb entschlossen, den Vertrag fristgerecht zum Ende des Jahres 2023 zu kündigen. Uns blieb keine andere Wahl, da wir nicht auch noch über das Jahr 2023 hinaus an diesem für uns extrem defizitären Vertrag festgehalten werden wollen", teilte der Verein am Montag in Hamburg mit.

Gleichzeitig hoffe er darauf, dass die Stadt mit ihm "endlich einen fairen Vertrag zum Wohle der Tiere in Hamburg" abschließe. Darin müsse zwingend das bisherige Missverhältnis zwischen Leistung des Vereins und Gegenleistung der Stadt beseitigt werden.

Tierheim in Hamburg: "Stadt profitiert von Spendengeldern"

Die zuständige Behörde für Justiz und Verbraucherschutz bestätigte am Montag die Kündigungspläne des Vereins. "Wir wissen, dass der HTV den Vertrag ändern möchte. Einzig der Zeitpunkt dieser Kündigung ist überraschend: Wir befinden uns schon längst in Vertragsverhandlungen mit dem Verein", sagte ein Behördensprecher dazu. Dabei gehe es unter anderem auch um die Höhe der Erstattung für Leistungen, die der HTV für die Stadt erbringt. Das nächste Gespräch sei für Mitte März geplant. Ein neuer Vertrag würde ab 2024 gelten.

Nach Angaben des Tierschutzvereins machen die Dienstleistungen für die Stadt etwa 80 Prozent der Leistungen des Vereins aus. Die jährlichen Kosten lagen zuletzt bei sechs Millionen Euro, etwa zwei Millionen davon kamen von der Stadt. "Die Freie Hansestadt Hamburg profitiert also davon, dass wir mithilfe von Spendengeldern den Tierheimbetrieb aufrechterhalten."

Kritik von der Opposition: "Senat ignoriert Probleme"

"Viel zu lang hat der rot-grüne Senat die Probleme des Tierheims Süderstraße ignoriert", kritisiert Sandro Kappe, tierschutzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Behörden. "Die Tiere, die häufig von der Stadt sichergestellt und im Tierheim Süderstraße untergebracht werden, dürfen nicht für die Fehler des Senats bestraft werden und leiden." Ohne den HTV könne der Hamburger Senat seiner Aufgabe, aufgegriffene Tiere artgerecht unterzubringen, nicht nachkommen.

In dem Tierheim, das eigenen Angaben zufolge gemessen an den Tierzahlen als zweitgrößtes Tierheim Deutschlands gilt, sind einer Sprecherin zufolge derzeit 142 Hunde, 131 Katzen und 379 Kleintiere untergebracht. "Das ist vergleichsweise wenig, weil wir zuletzt harte Aufnahmestopps verhängen mussten."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Pressemitteilung der CDU-Bürgerschaftsfraktion vom 6. März 2023 (per Mail)
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