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Hamburg: Dieser Blitzer lässt Kasse klingeln – dank einer Änderung


Dank einer Änderung: Dieser Blitzer füllt Hamburgs Kasse

Von t-online, kg

Aktualisiert am 04.10.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 124800286Vergrößern des BildesDer Blitzer stadteinwärts auf den Elbbrücken lohnt sich für die Stadt. (Quelle: BODE via www.imago-images.de)
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Der Blitzer vor den Elbbrücken steht schon seit Jahrzehnten dort. Die Hamburger traten also auf die Bremse. Doch das reicht jetzt nicht mehr.

Den Blitzer auf den Elbbrücken kennen die meisten Hamburger, wenn sie aus dem Süden in die Stadt einfahren. Und so treten dort alle Autofahrer brav auf die Bremse, verlangsamen auf 60 km/h und rollen auf die Brücke.

Doch seit Anfang des Jahres reicht das nicht mehr. Inzwischen gilt auch dort ein Geschwindigkeitslimit von 50 km/h. Der Grund: Zum Jahreswechsel sind fast alle Tempo-60-Zonen in Hamburg abgeschafft worden. Auch die Tempo-60-Schilder sind verschwunden – doch neue wurden nicht aufgestellt. Deshalb rauschen seit Monaten reihenweise Autofahrer in die Falle.

6.000 Autofahrer in sieben Tagen auf Elbbrücken geblitzt

Vor der Umstellung waren es rund 350 Autofahrer, die geblitzt wurden, geht aus Zahlen der Innenbehörde hervor, die t-online vorliegen. Nach der Umstellung auf Tempo 50 waren es allein in den ersten sieben Tagen 6.000 Autofahrer, die in die Falle rauschten. Zuerst hatte die "Mopo" berichtet.

Doch auch Wochen nach der Umstellung blieben die Blitzer-Zahlen hoch: Auch in der ersten Aprilwoche waren es immer noch 2.000 Autofahrer, die zu schnell fuhren.

Stadt gab Autofahrer eine Woche "Kulanzzeit"

Die Autofahrer zumindest sind sauer und fühlen sich nicht ausreichend informiert, schließlich fehlen die Tempo-Schilder. Die Kritik weist die Stadt zurück: "Die Absicht der Rücknahme der Geschwindigkeit auf den betreffenden Straßenzügen wurde im Vorfeld in diversen Zeitungen, im Radio, im Fernsehen und im Internet umfassend kommuniziert", heißt aus der Innenbehörde.

Außerdem sei der Blitzer erst eine Woche nach Abbau der Tempo-60-Schilder umgestellt worden. Die Autofahrer hätten somit ausreichend Zeit gehabt, "sich auf die Veränderung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit einzustellen". Und: "Für eine Rückkehr zu Tempo 50 bedarf es keiner rechtlichen Begründung, da die gesetzlich festgelegte Regelgeschwindigkeit den Standard darstellt." Die Bürgerschaft habe im November 2022 die Rückkehr zur "innerörtlichen Regelgeschwindigkeit" auf vielen Strecken beschlossen.

Tempo 50 als Abzocke?

Die Opposition kritisiert das Vorgehen. "Kaum auf Hamburger Boden, fahren die Autofahrer durch die kaum bekannte Drosselung auf 50 km/h mitten in einen Blitzer hinein und müssen blechen", sagt Richard Seelmaecker, CDU-Verkehrsexperte zur "Mopo".

Laut dem Rot-Grünen-Senat würde durch die Tempo-Drosselung die Feinstaubbelastung und der CO₂-Ausstoß reduziert werden. Auch das Risiko von schweren, gar tödlichen Unfällen würde sinken.

Verwendete Quellen
  • mopo.de: "Eine kleine Änderung – Zehntausende erwischt’s: Dieser Blitzer bricht alle Rekorde"
  • Anfrage an die Innenbehörde
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