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Studieren in Hamburg: Lage spitzt sich dramatisch zu – Zahlen alarmierend


Wohnraum für Studenten in Hamburg: Situation spitzt sich dramatisch zu

Von dpa
30.09.2023Lesedauer: 2 Min.
HörsaalVergrößern des BildesStudenten sitzen in einem Hörsaal einer Universität (Symbolfoto): "Wir können aktuell nur einem Teil der Interessierten ein Zimmer in unseren Wohnanlagen anbieten", heißt es. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Sie sind günstig, doch nur die wenigsten Studenten bekommen einen Platz in einem Wohnheim. Besonders in Hamburg ist die Lage dramatisch.

Die Wohnungsnot von Studierenden in Hamburg nimmt immer massivere Ausmaße an. Kurz vor Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober umfasste die Bewerberliste für einen Wohnheimplatz des Studierendenwerks mehr als 2.600 Namen, wie das Studierendenwerk auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das seien noch einmal rund 100 mehr als vor dem letzten Vor-Corona-Wintersemester 2019.

"Studierende, die zum Semesterbeginn gar nicht wissen, wo sie unterkommen können, sollten sich an unser Beratungszentrum Wohnen – BeWo – wenden", sagte der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Sven Lorenz, der dpa. Das helfe pragmatisch. "Wir tun alles, damit Studierende auch beim Thema Wohnen nicht allein gelassen werden."

Wohnheimplätze: Preiswert, aber stark begehrt

Im Wintersemester starten traditionell Tausende Erstsemester in ihr Studium. Entsprechend hoch ist der Druck auf dem Wohnungsmarkt. Rund 90 Prozent der mehr als 100.000 Studierenden in Hamburg kommen den Angaben zufolge zwar auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt unter, etwa in Wohngemeinschaften. Der Anstieg bei der Suche nach Wohnheimplätzen lässt sich aber als Indiz für steigende Probleme bei den Studierenden deuten – erst recht bei der Suche nach günstigem Wohnraum.

"Wir können aktuell nur einem Teil der Interessierten ein Zimmer in unseren Wohnanlagen anbieten", sagte Lorenz. Angesichts der Krisen habe das Angebot an Wohnheimplätzen aber weiter an Bedeutung gewonnen. "Die Inklusiv-Mieten in den Wohnanlagen des Studierendenwerks sind mit rund 280 Euro bis 450 Euro im Vergleich zu anderen Angeboten günstig, zumal die Kosten für Strom, Heizung, Wasser und Internet bereits enthalten sind."

Wohnpauschale deckt Mietkosten meist nicht ab

Das Studierendenwerk Hamburg bietet nach eigenen Angaben in seinen 26 Wohnanlagen mehr als 4.400 Zimmer und Appartements für Studierende und Auszubildende an. Nachhaltig helfen würde nur der Bau neuer Wohnheimplätze. Lorenz verwies auf die 22. Sozialerhebung, wonach 37 Prozent der Studierenden über weniger als 800 Euro im Monat verfügen. Die Wohnpauschale beim BAföG sehe aktuell 360 Euro im Monat vor, wofür in Hamburg jedoch kaum ein WG-Zimmer zu haben sei.

Das Studierendenwerk plane bis 2030 durch Neubau und Nachverdichtung 2.000 neue Wohnplätze, darunter 600 für Auszubildende. Im Moment entstünden rund 370 Plätze in der neuen Wohnanlage im Elbbrückenquartier. Lorenz betonte jedoch: "Die Schaffung des dringend benötigten preisgünstigen Wohnraums für Studierende und Auszubildende stellt eine große Herausforderung angesichts der Zinsentwicklung und explodierender Baukosten dar."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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