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Hamburg: "L'Apotheque" muss schließen – Betreiberin aufgelöst


Aus für Familienbetrieb: Sexmuseum muss schließen

Von t-online, nh

29.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Top view of adult sex toys such as dildo, vibrator, buttplug on yellow background. Sex shop conceptVergrößern des BildesSexspielzeug häuft sich (Symbolfoto): Die "L’apotheque" zeigt Toys für Erwachsene. (Quelle: yaroslav astakhov/imago images)
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Unter Tränen hat die Betreiberin der "L’Apotheque" in einem Video davon berichtet, dass sie ihr Geschäft bald schließen muss. Freiwillig sei die Entscheidung nicht.

Mit einem emotionalen Video hat sich Anna Genger an die Öffentlichkeit gewandt. "Wie soll ich meiner Mutter erklären, dass ich alles verloren habe?", fragt sie verzweifelt. Aktuell betreibt Genger ein Sextoy-Museum im Hamburger Szeneviertel St. Pauli. Zuvor befand sich in dem Geschäft die Apotheke, die jahrzehntelang von ihrer Mutter geführt wurde. Jetzt soll der Familienbetrieb der Gengers nach rund 55 Jahren schließen. Grund sei, dass sie einst eine wichtige Frist versäumte – und der Vermieter nun keine Gnade zeige, erklärt Genger unter Tränen.

Demnach habe sie vergessen, den Pachtvertrag rechtzeitig zu verlängern. Nun sei der Sohn ihres Vermieters bei ihr aufgetaucht, um ihr vom Auslaufen des Vertrags zu berichten. Bereits im Januar 2024 sei Schluss, sagt Genger, die sichtlich schockiert ist. Jüngst habe sie noch Umbaumaßnahmen in ihrem Laden vorgenommen.

"Wir schreiben die ersten schwarzen Zahlen"

In der Apotheke, die laut des "NDR" denkmalgeschützt ist, wird seit rund fünf Jahren die Geschichte des Vibrators näher beleuchtet. In dieser Zeit gab es Höhen und Tiefen. Zu letzterem zählte die Corona-Pandemie, die das spezielle Konzept auf die Probe stellte. Mithilfe von Unterstützern blieb das Museum schließlich am Laufen. Wie Genger berichtet, hätte die letzte Zeit bewiesen, dass das Projekt durchaus eine Zukunft haben könnte. "Wir schreiben die ersten schwarzen Zahlen", sagt sie im Video. Nun stehe sie vor einem Haufen Schulden.

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Der Betreiberin zufolge sei der Vermieter jedoch nicht davon abzuhalten, auf sein Recht zu beharren. Auf Anfrage mehrerer Medien wollte er sich nicht zum Thema äußern. Auch eine telefonische Anfrage von t-online lehnte er ab und legte auf.

Ursprünglich tourte Genger als Künstlerin durch die Welt. Ihre Kunst befasste sich laut des Blogs "Mit Vergnügen" oftmals mit dem Thema Sex. So kam es auch, dass sie aus der Apotheke ihrer Mutter schließlich das Sextoy-Museum kreierte. Nun scheint das Projekt ein Ende zu nehmen. Genger resümiert traurig: "Es ist vorbei."

Verwendete Quellen
  • instagram.com: Beitrag von @lapotheque_museum
  • ndr.de: "L'Apotheque": Neues Erotikmuseum auf dem Hamburger Kiez"
  • hamburg.mitvergnuegen.com: "Vom Schilfpenis zum Satisfyer: L'apotheque ist Deutschlands erstes Museum für Sextoys"
  • abendblatt.de: "Sexmuseum vor Aus – Inhaberin schreit Frust in Video heraus"
  • Telefonische Anfrage beim Vermieter
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