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Hamburg-Niendorf: Anwohner protestieren gegen Obdachlosen-Unterkunft


"Bullerbü-Leben" in Gefahr
Niendorfer protestieren gegen Obdachlose

Von t-online, hof

Aktualisiert am 02.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Obdachlose in der Hamburger Innenstadt (Symbolfoto): Besonders vulnerable Männer und Frauen von der Straße will die Sozialbehörde jetzt im beschaulichen Niendorf unterbringen.Vergrößern des BildesObdachlose Menschen in der Hamburger Innenstadt (Symbolfoto): Sie will die Sozialbehörde jetzt im beschaulichen Niendorf unterbringen. (Quelle: IMAGO/Schoening)
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Niendorfer sorgen sich um ihr "Bullerbü-Leben": In ihrer Nachbarschaft sollen obdachlose Personen einziehen. Manche Eltern haben sogar Angst um ihre Kinder.

Im beschaulichen Niendorf brodelt es. Der Grund: In direkter Nachbarschaft einer Grundschule und einer Kita sollen zwei Obdachlosenunterkünfte entstehen. Für manche Eltern ist das ein Schock. Sie haben Sorge, dass ihre Kinder sich nicht mehr unbeschwert allein im Einfamilienhaus-Viertel bewegen können.

Auf einer Bezirksversammlung am Donnerstagabend klagte eine Mutter ihr Leid: "Wir haben uns gezielt Niendorf ausgesucht, um dort zu leben. Es ist ein Bullerbü-Leben, in dem wir die Kinder frei groß werden lassen können", zitiert das "Hamburger Abendblatt" die Frau.

"Weine mich jeden Abend in den Schlaf"

Ihre Kinder würden auf die Grundschule Burgunderweg gehen, direkt gegenüber von dem ehemaligen Seniorenheim, in das am 15. April pflegebedürftige Personen ohne Obdach ziehen werden. "Seitdem ich davon erfahren haben, weine ich mich jeden Abend in den Schlaf", sagte die besorgte Mutter, so das "Abendblatt".

Die Angst, dass Kinder gefährdet sind, sei unbegründet, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde zu t-online. Die künftigen Bewohner im Garstedter Weg 79-85 seien besonders vulnerable obdachlose Frauen und Männer, die zudem in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Bis zu 118 Menschen werden schrittweise einziehen. Im Heim werden diese rund um die Uhr begleitet und betreut. Drogenabhängige Personen seien von der Aufnahme ausgeschlossen.

"Die Welt ist kein Bullerbü. Auch Niendorf nicht."

Dennoch soll ein Sicherheitsdienst an beiden Standorten eingerichtet werden, damit sich die Nachbarn weniger sorgen. Die zweite Unterkunft wird in der Fett‘schen Villa, Garstedter Weg 20, entstehen. Die Räumlichkeiten werden für ein kurzfristiges sogenanntes Übergangswohnen für obdachlose Menschen genutzt. Maximal 16 Menschen finden hier Platz. Drogenkonsum ist auch hier nicht erlaubt.

Weniger Verständnis für die Sorgen der Anwohner zeigte Kathrin Warnecke, Fraktionschefin der Grünen in Eimsbüttel, die auch anwesend war: "Die Welt ist kein Bullerbü, auch Niendorf nicht. Auch bei Ihnen kann Not und Elend vorkommen", sagte sie laut dem "Abendblatt".

Informationsveranstaltung für Anwohner am 12. März

Um die letzten Bedenken aus dem Weg zu schaffen, wird es am 12. März um 18 Uhr außerdem eine Informationsveranstaltung in der Kirche am Markt geben. Außerdem hat die Sozialbehörde eine Website mit Fragen und Antworten zum Garstedter Weg eingerichtet.

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