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Hamburg-Urlaub: Dieser "magische Ort" verspricht Ruhe und Entspannung


"Ein magischer Ort"
Hier entfliehen Hamburger dem Stress des Alltags

Von t-online, stk

Aktualisiert am 13.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Die Statue "Predigender Jesus" empfängt Besucher am Eingang zum Ohlsdorfer Friedhof. Gefertigt wurde sie aus Marmor im Jahr 1905.Vergrößern des BildesDie Statue "Predigender Jesus" empfängt Besucher am Eingang zum Ohlsdorfer Friedhof. Gefertigt wurde sie aus Marmor im Jahr 1905. (Quelle: Steffen Koller/t-online)
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Hamburg ist laut, Hamburg ist wuselig. Viele mögen genau das an der Stadt im Norden. Doch auch wer Ruhe sucht, wird fündig – unter anderem an diesem Ort der Stille.

Draußen, vor den Toren des Ohlsdorfer Friedhofs, rauschen die Autos und Lastwagen vorbei. Es ist laut, das Brummen der Motoren fährt durch den Körper wie der Bass bei einem Konzert. Entspannen vom Alltag? Hier fast unmöglich. Doch nur wenige hundert Meter weiter, im dichten Grün der riesigen Anlage, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus: Vögel zwitschern, Baumkronen wiegen sich im Wind, Stille kehrt ein.

Der Ohlsdorfer Friedhof im gleichnamigen Hamburger Stadtteil ist nicht nur ein Friedhof der Superlative. Er ist auch Kulturdenkmal, Erholungsraum und Touristenattraktion zugleich. Mit 389 Hektar Fläche ist er der größte Parkfriedhof der Welt und Hamburgs größte Grünanlage.

1,4 Millionen Beisetzungen seit der Eröffnung

1877 wurde der Friedhof eröffnet, seitdem fanden der Verwaltung zufolge etwa 1,4 Millionen Beisetzungen statt. Jede Hamburgerin und jeder Hamburger kann sich dort beerdigen lassen, vorausgesetzt, man kann die dafür fälligen Gebühren bezahlen.

Über das Friedhofsgelände führen unzählige Wege, die in einer ganz bestimmten Weise zueinander angeordnet sind. Die Wege verlaufen schnurgerade von Ost nach West sowie von Nord nach Süd. Leichte Bögen charakterisieren die Straßen; dazwischen liegen schachbrettartig angeordnet, die einzelnen Parzellen.

Ohlsdorfer Friedhof: "Der gepflegteste Urwald der Welt"

Regelmäßig werden geführte Touren über den Friedhof angeboten, doch bereits ein kleiner Spaziergang – ganz ohne fachkundige Expertise – reicht, um dem Gewusel der Großstadt für einen Moment zu entfliehen.

Das Besondere am Friedhof: Er wirkt nicht wie ein solcher – und das sollte er noch nie, so der Leitgedanke des Planers und späteren Direktors Wilhelm Cordes. Dieser sagte einst: "Ein moderner Friedhof soll nicht eine Stätte der Toten und der Verwesung sein. Freundlich und lieblich soll alles dem Betrachter entgegentreten." Passend dazu titelte das "Ärzteblatt" im Jahr 2016, der Ohlsdorfer Friedhof sei "der gepflegteste Urwald der Welt".

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Durchforstet man die zahlreichen Google-Rezensionen, so scheint die Grünanlage bei vielen Besuchern gut abzuschneiden. Knapp 600 Mal wurde der Friedhof bewertet und kommt dabei auf 4,7 von 5 möglichen Punkten.

Besucher sind begeiestert: "Beeindruckende Anlage"

Eine Nutzerin schreibt bei Google: "An diesem Ort gehen Tod und neues Leben so friedlich miteinander einher. Der Friedhof ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch der Achtsamkeit." Andere Besucher beschreiben den Friedhof als "einen der schönsten Parkfriedhöfe der Welt" und eine "beeindruckende Anlage". Für viele, den den Ohlsdorfer Friedhof bereits gesehen haben, lohne sich ein Spaziergang "auf jeden Fall".

Den Ohlsdorfer Friedhof können Interessierte unter anderem mit dem Auto anfahren. Insgesamt vier Zuwegungen gibt es. Aber auch mit der Bahn ist die Anlage gut zu erreichen. Über alle Fernbahnhöfe Hamburgs ist der Friedhof gut anzusteuern. Vom Bahnhof Altona, Dammtor und vom Hauptbahnhof steigen Besucher einfach in die S-Bahn der Linie S11 und fahren in Richtung Ohlsdorf.

Darüber hinaus erreichen Besucher den S- und U-Bahnhof Ohlsdorf vom Hauptbahnhof aus zusätzlich mit der S1 sowie der U-Bahn-Linie U1. Die Fahrt von Altona dauert rund 40 Minuten, vom Hauptbahnhof sind es hingegen nur etwa 25 Minuten.

Verwendete Quellen
  • instagram.com: Profil von @ohlsdorfer_friedhof
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