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Studie: Niedersachsens Kindern fehlen Tausende Betreuer

Von dpa
Aktualisiert am 05.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Hort-Gruppe sitzt zusammen (Symbolbild). In Niedersachsen und Bremen fehlen laut einer Studie Tausende Fachkräfte für die Ganztagsbetreuung.
Eine Hort-Gruppe sitzt zusammen (Symbolbild): In Niedersachsen und Bremen fehlen auch Betreuungsplätze. (Quelle: Monkey Business 2/imago images)
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Ab dem Jahr 2030 haben Grundschüler einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung – doch noch fehlen Tausende Betreuer. Ist diese Lücke überhaupt zu schließen?

In Niedersachsen und Bremen fehlt für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen laut einer Studie noch Personal. Um allen Schülerinnen und Schülern eine Ganztagsbetreuung zu bieten, wären in Niedersachsen demnach rund dreimal so viele und in Bremen etwa doppelt so viele Fachkräfte nötig, wie voraussichtlich vorhanden sein werden. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie "Fachkräfte-Radar" für Kita und Grundschule der Bertelsmann-Stiftung hervor.

Nach Angaben der Studie liegt die Lücke zwischen der Zahl prognostizierter Fachkräfte und der benötigten Fachkräfte in Niedersachsen bei 11.000 und in Bremen bei etwa 700. Von 2030 an haben Grundschülerinnen und Grundschüler einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Förderung mit einem Umfang von 40 Stunden wöchentlich.

Niedersachsen: Bis 2030 fehlen noch 140.000 Plätze

Der Beschluss von Bund und Ländern vom vergangenen September soll schrittweise umgesetzt werden. Vom Schuljahr 2026/2027 an greift die Regelung bei Kindern der ersten Klasse, von 2029/2030 an bei allen Klassen.

Momentan nutzen nur 49 Prozent aller Grundschulkinder in Niedersachsen ein Ganztagsbetreuungsangebot. In Bremen sind es etwa 58 Prozent, wie die Studie berechnete. Dies liegt in Niedersachsen den Angaben zufolge unter dem Bundesschnitt von 54 Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern liegt der Anteil sogar bei 83 Prozent.

Auch der Mangel an angebotenen Plätzen spiele eine zentrale Rolle, hieß es. So wären bis 2030 in Niedersachsen bis zu 140.000 und in Bremen 10.000 weitere Plätze nötig, um das angestrebte Angebot zu schaffen. "Der Rechtsanspruch stellt diese Bundesländer daher vor erhebliche Herausforderungen", hieß es. Der prognostizierte Bedarf an Plätzen und Fachkräften sei kaum zu decken.

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