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Niedersachsen: Schülerrat will KI noch früher im Unterricht


Digitale Bildung
Schülerrat will KI noch früher im Unterricht


Aktualisiert am 19.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Roboter und Schüler auf einer Bildungsmesse (Archivbild): Ab welchem Alter sollte KI im Unterricht eine Rolle spielen?Vergrößern des Bildes
Roboter und Schüler auf einer Bildungsmesse (Archivbild): Ab welchem Alter sollte KI im Unterricht eine Rolle spielen? (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)

In Niedersachsen entbrennt eine Debatte über den richtigen Zeitpunkt für KI-Einsatz im Schulunterricht. Die Meinungen darüber, ab welcher Klasse Chat-GPT sinnvoll ist, gehen auseinander.

Der niedersächsische Landesschülerrat fordert die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht ab der fünften Klasse. Der Einsatz von KI-gestützten Lernprogrammen wie Chat-GPT könne den individuellen Lernprozess der Schüler aufwerten und verbessern, sagte die kommissarische Vorsitzende Louisa Basner zu t-online. Sie reagierte damit auf Aussagen der niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne), die den Einsatz von KI erst ab der siebten Klasse für sinnvoll hält.

Dass bereits einige Schüler der fünften Klasse Chat-GPT nutzen, sei laut Basner üblich. Daher sei es wichtig, "sich bereits in der fünften Klasse mit Chat-GPT auseinanderzusetzen und die Gefahren und Chancen zu vermitteln", sagte sie. Basner sieht in einer KI-gestützten Lernplattform auch für jüngere Jahrgänge eine Chance: "Deshalb fordern wir vom Niedersächsischen Kultusministerium eine Schaffung einer KI-gestützten Lernplattform, die damit mehr Wert auf individuelles Tempo und Fähigkeiten legt."

Richtig eingesetzt, könnten solche Programme passives Feedback geben, indem sie zum Beispiel auf Grammatik- oder Formulierungsfehler hinweisen, sagt Basner weiter. Das würde den Unterricht interaktiver machen und mehr Zeit für die individuelle Entwicklung lassen. Andere Bundesländer gehen bereits voran: So hat Sachsen-Anhalt Ende Januar das Lern- und Feedback-Tool "fiete.ai" eingeführt.

Potenzial und Grenzen von KI

Ministerin Hamburg sieht in KI und Chat-GPT zwar eine potenzielle Bereicherung für den Unterricht, betonte aber in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass sie kein Ersatz für eigenes Wissen seien und als Hilfsmittel ähnlich wie Taschenrechner betrachtet werden sollten. In den ersten Schuljahren gehe es vor allem um das Erlernen von Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Der Einsatz von KI-Programmen in diesem Kontext könnte ihrer Meinung nach dazu führen, dass jüngere Kinder überfordert werden.

Basner betont hingegen die Vorteile einer intelligenten Integration von KI in den Unterricht. Sie sieht darin eine Bereicherung des Lernprozesses: "Künstliche Intelligenz kann eine Chance sein, wenn man sie im Unterricht richtig anwendet", sagte sie.

"Besonders hilfreich könnten zum Beispiel Hinweise auf Grammatik und Formulierungen bei der Textproduktion sein." Herausforderungen beim Einsatz von KI sieht Basner vor allem im Bereich der Leistungsbewertung und -beurteilung: "Unsere Sorge ist, dass sich KI vor allem auf die Benotung auswirkt. Schülerinnen und Schüler, die Chat-GPT nutzen, könnten bessere Noten bekommen als jene, die es nicht tun."

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • E-Mail-Anfrage an den Landesschüler*innenrat | Niedersachsen
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