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Obdachlose wünschen sich mehr Hilfe bei der Wohnungssuche

Hannover  

Obdachlose wünschen sich mehr Hilfe bei der Wohnungssuche

20.09.2021, 15:53 Uhr | dpa

Obdachlose Menschen in Hannover wünschen sich einer Umfrage zufolge mehr Unterstützung bei der Wohnungssuche. Gründe, warum sie auf der Straße oder in Notunterkünften leben, sind demnach hohe Mieten, eigene Schulden sowie die Ablehnung, die sie von Vermietern erfahren. Fast drei Viertel der Betroffenen seien auf der Suche nach einer Wohnung, teilte die Stadt Hannover am Montag mit. Unter den Befragten mit festem Wohnsitz nannten mehr als die Hälfte der Befragten die Stadtmitte als einen Ort, wo Wohnungsslosigkeit wahrgenommen werde. Zwei Drittel der Befragten kennen in Notlagen wie einem drohenden Wohnungsverlust keine Anlaufstellen für Hilfen.

Ebenfalls zwei Drittel der befragten Betroffenen wünschten sich Hilfe bei der Wohnungssuche, ein Viertel auch sprachliche Unterstützung. In der Corona-Pandemie waren auch medizinische Versorgung (44 Prozent), Unterkünfte mit Einzelzimmer (42 Prozent) oder Plätze etwa für Sucht- oder Psychotherapie (31 Prozent) gefragt.

"Wohnraum und Unterbringungsangebote schaffen - diesen Weg werden wir mit Hochdruck weitergehen", kündigte Oberbürgermeister Belit Onay an. Auch bei der Mehrsprachigkeit sei "Handlungsbedarf sichtbar", sagte der Grünen-Politiker. Eine Verstärkung der Straßensozialarbeit wird nach Aussage von Sozialdezernentin Sylvia Bruns geprüft.

An der Befragung der niedersächsischen Landeshauptstadt nahmen 331 Wohnungslose teil, überwiegend alleinstehende Männer im Alter von 35 bis 54 Jahren; 1030 Befragte haben einen festen Wohnsitz. Parallel legte die Stadt Ergebnisse des sogenannten Bürger*innen-Panels vor, eines repräsentativen Beteiligungsinstruments mit rund 1600 Teilnehmern. Demnach halten es 90 Prozent der Befragten für wichtig oder sehr wichtig, wohnungslosen Menschen Hilfe anzubieten. jeder Sechste gab an, sich in der Wohnungslosenhilfe einzusetzen.

In Hannover unterstützen mehrere Stiftungen Projekte, die Obdachlose von der Straße holen sollen, etwa das Housing-First"-Modellprojekt. Dabei geht es darum, kleine Wohnungen an bislang wohnungslose Menschen zu vermieten - ohne Bedingungen, aber mit festem Mietvertrag. In den Wintermonaten gab es auch die befristete Unterbringung in Hotels. Schon vor der Corona-Pandemie hatten viele Wohnungslose Sammelunterkünfte wegen fehlender Privatsphäre und Gewalt gemieden.

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