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AWO-Strandfahrten in Kiel: Bente Detlefs organisiert Ferienprogramme für Kinder

AWO-Strandfahrten  

"Es ist echt schön, ein Teil davon zu sein"

Von Eva Puschmann

19.06.2021, 12:07 Uhr
AWO-Strandfahrten in Kiel: Bente Detlefs organisiert Ferienprogramme für Kinder. Bente Detlefs: Sie ist selbst schon als Jugendliche mit der Organisation auf die Strandausflüge gefahren. (Quelle: t-online)

Bente Detlefs: Sie ist selbst schon als Jugendliche mit der Organisation auf die Strandausflüge gefahren. (Quelle: t-online)

Schon seit Jahren ist Bente Detlefs ein Teil der AWO-Strandfahrten. Zunächst selbst als Teilnehmerin, mittlerweile als Organisatorin. Was sie an diesem Ehrenamt besonders begeistert, hat sie t-online im Interview erzählt.

Morgens um acht Uhr holt der Strandfahrtenbus die Kieler Kinder ab, um sie nach Falckenstein an den Strand zu bringen. Und schon zu diesem Zeitpunkt ist Bente Detlefs klar, warum sie diese Aufgabe überhaupt übernimmt: Es sind "die lächelnden und strahlenden Kinder", die sich auf ihre Ferienwoche freuen.

Ganze fünf Wochen findet in Falckenstein ein buntes Ferienprogramm für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus Kiel statt. In Gruppen von 20 bis 25 Kindern verbringen sie dann tagsüber jeweils eine Woche im Jugenddorf. Jede Gruppe ist dabei einem Haus zugeordnet, das Treffpunkt, Ruheort oder auch Unterschlupf bei schlechtem Wetter ist. Neben den verschiedenen Angeboten, die sich das Team ausdenkt, gehören gemeinsames Toben und Spielen im Wald und am Strand, sowie gemeinsame Mahlzeiten dazu, bevor es abends wieder zurück nach Kiel geht.

Die Planung beginnt lange vor dem Sommer

Schon als Kind hat Bente Detlefs selbst an den Fahrten zum Falckensteiner Strand teilgenommen. Seit 2008 war sie dann zunächst als Junghelferin und dann als Leiterin der Jugendfreizeit dabei. Für sie ist es nicht nur ein Ehrenamt, sondern viel mehr. "Ich habe mittlerweile eigentlich auch meinen kompletten Freundeskreis da", erzählt sie und freut sich, wenn sie auch bei den Kindern beobachten kann, dass sich neue Freundschaften bilden. "Das sind die schönsten Momente, wenn man sieht, dass alle zusammen kommen und gemeinsam Spaß haben, niemand abseits steht."

Ab Anfang März trifft sich das Team der AWO-Strandfahrten und bereitet die Wochenthemen für den Sommer vor. Jede Woche steht unter einem bestimmten Motto. Die einzelnen Projektteams gestalten das Programm und Aufgaben für die verschiedenen Gruppen, Spiele und Morgen- und Abendkreise. Für viele sind die Strandfahrten ein jährliches Programm, trotzdem gibt es immer wieder auch neue Gesichter. Deshalb müssen Dinge wie beispielsweise Tagesabläufe und Sicherheitsregeln wiederholt besprochen werden. "Das wichtigste ist natürlich die Sicherheit, an zweiter Stelle steht dann der Spaß", erklärt Detlefs. 

Das Team der AWO-Stradfahrten: Fünf Wochen lang fahren Betreuende täglich mit einer Gruppe Kindern zum Jugenddorf. (Quelle: imago images/Bente Detlefs)Das Team der AWO-Stradfahrten: Fünf Wochen lang fahren Betreuende täglich mit einer Gruppe Kindern zum Jugenddorf. (Quelle: Bente Detlefs/imago images)

Corona bringt auch neue Regeln in die Strandhäuser

Vor allem wegen der Corona-Pandemie ist die Planung 2021  viel umfangreicher ausgefallen. "In diesem Jahr ist wahrscheinlich jedes Haus viel mehr für sich oder maximal zwei Häuser bei Aktivitäten zusammen", sagt die Betreuerin. Kinder könnten wie in den Jahren davor nicht einfach gemeinsam an den Strand oder in den Wald, sondern müssten sich auch an Corona-Regeln halten, erklärt sie weiter. Das bedeutet auch für die Betreuenden einen viel größeren Aufwand. Themen wie Quarantäne und mögliche Corona-Infektionen dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden: "Damit im Fall der Fälle nur eine oder zwei Gruppen in Quarantäne müssten und nicht direkt das ganz Dorf."

In den letzten Jahren ist die Erzieherin jeweils vier von fünf Wochen im Camp dabei gewesen. "Wir haben die Regelung eingeführt, dass man immer drei Wochen da sein darf und dann eine Woche Pause machen muss, bevor man wieder kommt – einfach, um sich selbst zu schützen", erklärt sie. Mit der Zeit merke man schon, dass man mehr und mehr ausgelaugt werde, so Detlefs weiter. In diesem Jahr wird es allerdings nur ein kurzer Strandfahrten-Sommer für sie: Nur eine Woche kann sie wegen ihres Jobs an den Sommercamps teilnehmen.

Neue Stärken entdeckt

Zu den Eigenschaften, die eine Betreuungsperson mitbringen muss, gehören selbstverständlich Spaß an der Arbeit mit Kindern, Geduld und Kreativität. Feste Regelungen gibt es allerdings nicht, obwohl auf der Webseite der AWO Strandfahrten neben einem Mindestalter für Teammitglieder auch ein maximales Alter angegeben ist. Aber das ist nicht in Stein gemeißelt. "Mir würden spontan drei Personen einfallen, die sogar älter als 76 sind", so Detlefs. Die älteste Dame, die sich als Betreuerin gemeldet habe, sei sogar 80 Jahre alt gewesen. 

Mit ihrem Ehrenamt hat die gelernte Erzieherin auch ganz neue Seiten an sich entdeckt. "Vor den Strandfahrten habe ich gar nicht gewusst, dass mir die Animation in den Morgen- und Abendrunden so viel Spaß macht", erklärt sie. Dazu gehören für sie auch tägliche Feedbackrunden, in denen jeder sagen kann, was ihm besonders gefallen hat oder was am Ausflugstag vielleicht nicht so schön war. Das Stimmungsbild lässt sie dann direkt in ihre weitere Planung einfließen. "Wenn jemand sagt: 'Mir war heute langweilig', dann überlege ich mir sofort, wie ich ihn am nächsten Tag besser einbeziehen kann, damit sich dann keiner mehr langweilt", erklärt sie. 

Das motiviert sie jeden Tag, morgens strahlende Kinder zu ihrem Strandausflug nach Falckenstein abzuholen und dann auch Abends wieder mit neuen Erfahrungen und schönen Erinnerungen nach Hause zu bringen.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Bente Detlefs

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