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Anwalt fordert nach Frauenmorden Geld f├╝r Hinterbliebene

Von dpa
12.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Der Anwalt von Hinterbliebenen einer in Rendsburg ermordeten Frau hat Schadenersatzanspr├╝che gegen das Land Schleswig-Holstein geltend gemacht. "Zurzeit wird von Mitarbeitern des Landespolizeiamtes juristisch gepr├╝ft, ob es sich aus Sicht des Landespolizeiamtes um einen berechtigten Schadenersatzanspruch handelt", sagte ein Beh├Ârdensprecher am Mittwoch in Kiel. Dies sei weitgehend abgeschlossen. Dem Anwalt sei mitgeteilt worden, dass die gestellte Frist aufgrund der Komplexit├Ąt des Sachverhaltes aber nicht eingehalten werden k├Ânne. Zuvor hatte die "Bild" dar├╝ber berichtet.

Laut dem Blatt hat Anwalt Atilla A. Ayka├ž wegen einer Ermittlungspanne jeweils 75.000 Euro f├╝r die Mutter und den Bruder einer im September 2020 get├Âteten 40-J├Ąhrigen gefordert. "Trotz Beschlusses haben die Beamten den Dachboden nicht durchsucht. Das war dilettantisch. Da wurde eine Leiche ├╝bersehen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Ayka├ž war am Mittwoch zun├Ąchst nicht f├╝r eine Stellungnahme zu erreichen.

Im September hatte das Kieler Landgericht einen 41-J├Ąhrigen f├╝r den Mord an zwei Frauen zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann in Rendsburg im August 2018 zun├Ąchst eine 26-j├Ąhrige Frau aus Geesthacht und im September 2020 die 40-J├Ąhrige ermordete. Bis zuletzt bestritt der Angeklagte die Mordvorw├╝rfe.

Die in Plastikt├╝ten gewickelte erste Leiche hatte der Mann auf dem Dachboden hinter Bananenkisten versteckt. Sie wurde durch Ermittlungspannen der Polizei erst nach dem zweiten Mord gefunden - dem an der 40-J├Ąhrigen. In diesem Fall war der Angeklagte als letzter Freier ermittelt worden. Laut Urteil h├Ątte diese Frau m├Âglicherweise nicht sterben m├╝ssen. Denn der Angeklagte geriet schon bei der ersten Tat ins Visier, weil er eine EC-Karte des Opfers nutzte. Doch die Polizei durchsuchte nur seine Wohnung, nicht wie im Durchsuchungsbefehl vorgesehen auch den Dachboden.

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