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Spitzenkandidat Buchholz wirbt für schwarz-gelb im Norden

Von dpa
21.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Bernd Buchholz (FDP)
Bernd Buchholz (FDP). (Quelle: Jonas Walzberg/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen wirbt FDP-Spitzenkandidat Bernd Buchholz für ein schwarz-gelbes Bündnis. Dafür spreche "eindeutig die inhaltliche Übereinstimmung", sagte der bisherige Wirtschaftsminister den "Kieler Nachrichten" (Samstag). "Eine Verbindung mit der CDU wäre unsere Wunschkonstellation." Er glaube, dass dieses Bündnis dringend benötigt werde. "Sicherlich geht es um Klimaschutz und Ökologie, aber es geht eben auch um Wirtschaftsansiedlungen mit einmaligen Chancen." Seine Partei habe bei den Wahlen nicht zugelegt. Dennoch ist Buchholz der Ansicht, "wir haben als FDP viel zur Zufriedenheit mit dieser Landesregierung beigetragen. Deshalb ziehe ich mir den Schuh nicht an, dass wir in irgendeiner Form überflüssig wären. Im Gegenteil: Im Rahmen der Pandemiebekämpfung und der Wirtschafts- und Verkehrspolitik haben wir viel Dynamik für Jamaika erzeugt."

In einem Sondierungsgespräch am Donnerstag in Kiel konnten sich die Spitzen von CDU, Grünen und FDP nicht auf Verhandlungen über eine Fortsetzung des amtierenden Jamaika-Bündnisses verständigen. Trotz Kantersieg seiner CDU bei der Landtagswahl hatte Ministerpräsident Daniel Günther das Dreierbündnis fortsetzen wollen. Die CDU hatte die Landtagswahl am 8. Mai mit 43,4 Prozent überraschend klar gewonnen, die absolute Mehrheit im Landtag nur um ein Mandat verfehlt. Mit jeder der anderen Landtagsfraktionen würde die CDU zusammen über eine breite Mehrheit verfügen. Mit den Grünen reichte es dank Zweidrittel-Mehrheit sogar für Verfassungsänderungen. Die Grünen hatten mit 18,3 Prozent ebenfalls deutlich zugelegt, die FDP erlitt mit 6,4 Prozent massive Verluste. Am Montag berät die CDU darüber, wem sie nun Gespräche anbieten wird.

Auf die Frage, ob die FDP günstiger zu haben sei als die Grünen, sagte Buchholz den "Kieler Nachrichten": "Wir machen uns nicht klein. Wir haben ein Angebot gemacht, und sicherlich kennt man uns besser als die Grünen. Aber es ist kein Basar."

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