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Masern: Mehr Fälle in Köln – So gefährlich kann die Infektion sein


Steigende Zahlen in Köln
"Masern können fürchterlich verlaufen"

Von t-online, fe

27.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Ein Baby mit Masern (Symbolbild): Seit 2023 stellt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) wieder einen Anstieg der Maserninfektionen fest.Vergrößern des BildesEin Baby mit Masern (Symbolbild): Durch die Krankheit kann es zu schweren Komplikationen kommen. (Quelle: Getty Images)
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In NRW steigen die Fälle von Maserninfektionen. Die Krankheit kann gefährlich sein, doch ließe sie sich vermeiden. So ist die Lage in Köln.

In Nordrhein-Westfalen gehen die Masern um. Laut Zahlen des Landeszentrums Gesundheit wurden bis zum 26. Februar bereits 26 Fälle gemeldet, in denen sich Menschen mit der ansteckenden Viruserkrankung infizierten. Elf dieser bestätigten Fälle wurden demnach in Köln verzeichnet, wie die Stadt auf Anfrage von t-online bestätigte. Das seien laut Stadt mehr Fällen als sonst in einem durchschnittlichen Jahr in Köln.

Dennoch könne man noch nicht von einem Ausbruch sprechen. Dieser läge nur vor, wenn es eine gemeinsame Ursache der einzelnen Fälle gäbe. "Weil die Infektionsketten nicht nachvollziehbar zusammenhängen", spreche man stattdessen von einem "Cluster", so die Stadt weiter. Betroffen seien vor allem Kinder rund Jugendliche, doch auch Erwachsene können sich mit Masern infizieren. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln stuft die Lage nicht als besorgniserregend ein, macht aber darauf aufmerksam, dass Impfungen gegen eine Infektion mit der Krankheit schützen.

"Das ist eine böse Krankheit"

Auch Dr. Axel Gerschlauer, nordrhein-westfälischer Pressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), weist auf die Relevanz der Impfungen hin. "Wir Kinderärzte haben großen Respekt vor Masern", so Gerschlauer, der eine Praxis in Bonn betreibt. "Das ist eine böse Krankheit und jeder Fall ist einer zu viel."

Um der Masern Herr zu werden, wurde im März 2020 das Masernschutzgesetz verabschiedet. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr vor Beginn des Besuchs von Kindergarten oder Schule vollständig gegen Masern geimpft werden sollen. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfdosen nötig. "Masern sind eine Krankheit, die fürchterlich verlaufen kann, ließe sich durch Impfungen aber leicht umgehen", so Gerschlauer weiter.

Masern können eine Gehirnentzündung auslösen

Im schlimmsten Fall können Masern zu einer Enzephalitis führen, einer Entzündung des Gehirns, die zu Koma, bleibenden Hirnschäden und sogar zum Tod führen kann. Jedoch können sich nicht alle Kinder gegen Masern impfen lassen. Entweder aufgrund des noch zu jungen Alters oder aufgrund von Krankheiten. Kinder mit einem Immundefekt oder unter Chemotherapie beispielsweise seien so für eine Infektion besonders anfällig. Deswegen sei es laut Gerschlauer wichtig, dass sich Kinder auch zum Schutz ihrer Altersgenossen impfen lassen. "Da möchten wir wirklich an alle Eltern appellieren", so der Mediziner.

Die aktuellen Fallzahlen betrachtet der Arzt als noch nicht dramatisch, aber es bleibe abzuwarten, wie stark die Infektionen ansteigen. Im Vor-Corona-Jahr 2019 gab es so 135 Fälle von Masern in NRW, im Jahr 2018 waren es sogar 265. Damals kam es in Köln zu einem Ausbruch der Krankheit, laut Stadt waren allein in Köln 149 mit den Masern infiziert.

Masern: Das sind die Symptome

Die Masernviren verbreiten sich über die Tröpfcheninfektion. Sie werden durch das Einatmen infektiöser Aerosole übertragen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Nahezu jeder Kontakt zwischen einer Person ohne entsprechenden Immunschutz und einer erkrankten Person führe laut Gesundheitsamt zu einer Ansteckung, selbst aus einigen Metern Entfernung. Bei Kindern unter fünf Jahren und auch bei Erwachsenen über 20 Jahren können Masern zu schweren Komplikationen führen. "Besonders gefährdet sind Säuglinge, die zu jung für eine Impfung sind und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die selbst nicht gegen Masern geimpft werden können", heißt es weiter.

Am Anfang einer Masern-Erkrankung zeigen sich Symptome wie hohes Fieber, Husten und Schnupfen sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut. Der typische Hautausschlag entwickelt sich erst nach einigen Tagen. Er beginnt im Gesicht sowie hinter den Ohren und bereitet sich dann über den ganzen Körper aus. "Bei einem Verdacht auf Masern sollten Betroffene telefonisch ihre Haus- oder Kinderarztpraxis kontaktieren, damit das Praxisteam entsprechende Schutzmaßnahmen vor dem Besuch ergreifen kann", so die Stadt Köln. Wer einmal Masern hatte, ist gegen eine Infektion immun.

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei der Stadt Köln
  • Gespräch mit Dr. med. Axel Gerschlauer vom BVKJ
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