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Köln: Hier sollen bald Tausende Menschen leben

Stadtteil Kreuzfeld  

Im Norden Kölns sollen Wohnungen für 9.000 Menschen entstehen

13.12.2019, 16:26 Uhr
Köln: Hier sollen bald Tausende Menschen leben. Ackergrund im Norden von Köln: Hier sollen bald Tausende Menschen in einem neuen Viertel leben. (Quelle: Dierk Himstedt)

Ackergrund im Norden von Köln: Hier sollen bald Tausende Menschen in einem neuen Viertel leben. (Quelle: Dierk Himstedt)

In direkter Nachbarschaft zum Stadtteil Blumenberg plant die Stadt Köln ein völlig neues Wohnviertel. Auf der dortigen Ackerfläche sollen dazu in den kommenden Jahren nahezu 3.000 Wohnungen errichtet werden.

Die Bevölkerung in Köln wächst. Es werden somit viele neue Wohnungen benötigt. Auf rund 50 Hektar Acker- und Brachfläche im Norden Kölns, wo die Mercatorstraße in den Blumenbergsweg mündet, sollen nach den Vorstellungen der Stadt daher ab dem geplanten Baustart im Jahr 2023 bis zu 9.000 Menschen eine neue Heimat finden. Neben den 2.000 bis 3.000 Wohnungen sind mehrere Kindertageseinrichtungen, Grund- und weiterführende Schulen sowie ein Berufskolleg geplant.

Radschnellwege und ein Anschluss an die nahegelegene Autobahn A57 sollen für die nötige Verkehrsinfrastruktur sorgen. Die Anbindung an die S-Bahn besteht bereits. Damit würde Köln einen neuen Stadtteil bekommen: Kreuzfeld.

Jahrzehntelange Planungen

Die ersten Pläne für den neuen Stadtteil gibt es bereits seit Jahrzehnten. Aber seit dem Ratsbeschluss Ende 2016 läuft nun das konkrete Bauverfahren. Ein so genannter Leitbildprozess, bei dem Planer mit Beteiligung der Bürger die wichtigsten Ziele für den geplanten neuen Stadtteil festlegen sollten – und zwar in den Bereichen Vernetzung, Bildung und Gesundheit. Ende Oktober wurde dieser Prozess abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden nun in der jüngsten Bezirksvertretung (BV) Chorweiler vorgestellt. Da es sich um Leitlinien handelt, ist wirklich Konkretes dabei noch nicht herausgekommen.

Im kommenden Jahr werde sich daher unter anderem auch ein so genanntes Werkstattverfahren unter der Leitung des Stadtplanungsamtes anschließen, wo zusammen mit Planungsexperten, Vertretern aus der Politik und den Bürgern weitere Ideen gesammelt und Details entwickelt werden, so Sabine Pawlowski in der BV-Sitzung.

Leitbild verspricht einen modernen neuen Stadtteil

Aus der Präsentation der Ergebnisse sind dennoch einige interessante Aspekte für den neuen Stadtteil erkennbar. Unter dem Stichwort "Nachhaltige Vernetzung" verstehen die Planer ein Wohnviertel, in dem umweltverträgliche Mobilität Vorrang haben soll und ökologische Angebote mit dem urbanen Leben verbunden werden sollen. Darüber hinaus sollen Räume entstehen, wo unterschiedliche Generationen und Menschen mit verschiedenen Lebensstilen zusammengeführt werden. Beim Stichwort Bildung soll vor allem auf integrative und inklusive Angebote geachtet werden, die einer kulturellen und sozialen Vielfalt gerecht werden sowie das gemeinsame Lernen von Nicht-Behinderten und Behinderten ermöglicht.

Diese Zugänge für einen geplanten S-Bahnhof stammen aus den 80er Jahren. Schon damals war ein neuer Stadtteil angedacht, der bis heute jedoch nie umgesetzt wurde. (Quelle: Dierk Himstedt)Diese Zugänge für einen geplanten S-Bahnhof stammen aus den 80er Jahren. Schon damals war ein neuer Stadtteil angedacht, der bis heute jedoch nie umgesetzt wurde. (Quelle: Dierk Himstedt)

Beim dritten Schwerpunkt Gesundheit kommt es den Planern neben der ausreichenden medizinischen Versorgung sowie Pflege- und Betreuungseinrichtungen auch auf die Bereitstellung gesundheitsfördernder Lebensräume an. Dazu sollen attraktive Grünflächen im Stadtteil entstehen und zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten geboten werden. Für ein angenehmes Stadtteilklima sollen großzügige Grünflächen, Fassaden- und Dachbegrünungen sowie ein nachhaltiges Regenwassermanagement sorgen.

Planungen schreiten voran

Die Bezirksvertreter der BV Chorweiler waren von den Ergebnissen des Leitbildprozesses dann auch überwiegend angetan. "Es stehen viele positive Ideen in dem Bericht", so Rainer Stuhlweissenburg von der CDU-Fraktion. Und Eike Danke von der SPD ergänzte, dass sie auch die Vorschläge der Bürger ausreichend berücksichtigt sehe. Dennoch behielten sich die Lokalpolitiker mehrheitlich vor, die Unterlagen noch einmal gründlich zu prüfen und danach in einer kurzfristig anberaumten Sitzung über den Auftrag an die Verwaltung, das weitere Verfahren einzuleiten, abzustimmen. Am 21. November war dies dann auch einstimmig erfolgt.

Am Donnerstag, dem 12. Dezember, haben die Planer der städtischen Verwaltung nun auch die letzte politische Hürde im Stadtrat genommen. Denn auch dort wurden per Beschluss die Planungsschritte bestätigt. Ergänzt wurde der Planungsbeschluss noch mit dem Ziel, dass der neue Stadtteil ein klimaneutrales Leben, Wohnen und Arbeiten ermöglichen solle.


Die Stadt kann somit nach dem Willen der politischen Gremien mit einem Budget von rund 1,24 Millionen Euro die genannten weiteren Planungsverfahrensschritte einleiten.

Verwendete Quellen:
  • Chorweiler Bezirksvertretungssitzung am 14. November
  • Jüngstes Sitzungsprotokoll der Bezirksvertretung Chorweiler
  • Ratsinformationssystem zur Stadtratssitzung am 12. Dezember 
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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