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Tod nach Legionellen-Infektionen an Uniklinik Köln: Staatsanwaltschaft ermittelt

Zwei Menschen gestorben  

Ermittlungen nach Legionellen-Infektionen an Uniklinik in Köln

23.07.2020, 16:46 Uhr | dpa

Tod nach Legionellen-Infektionen an Uniklinik Köln: Staatsanwaltschaft ermittelt. Blick auf die Universitätskliniken der Stadt Köln: Dort sind zwei Patienten nach einer Legionellen-Infektion gestorben. (Quelle: dpa/picture alliance/Archivbild)

Blick auf die Universitätskliniken der Stadt Köln: Dort sind zwei Patienten nach einer Legionellen-Infektion gestorben. (Quelle: picture alliance/Archivbild/dpa)

An der Uniklinik in Köln hat es mehrere Legionellen-Infektionen gegeben. Da zwei Patienten gestorben sind, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Nach dem Legionellen-Fund an der Uniklinik in Köln hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Es wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen und der fahrlässigen Körperverletzung in vier Fällen geführt, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Nach Angaben der Uniklinik war es bei sechs schwer vorerkrankten Patienten des Krankenhauses Anfang Juli zu Infektionen mit Legionellen gekommen. Zwei der Betroffenen seien gestorben. Die übrigen vier Patienten sind den Angaben zufolge stabil und befinden sich in stationärer Behandlung.

Direkt nach Bekanntwerden der Infektionen wurde laut eines Sprechers das Gesundheitsamt und die Staatsanwaltschaft informiert. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte auf ein medizinisches Fehlverhalten. Das Mitgefühl der Klinik gelte den Angehörigen der Verstorbenen, erklärte der Sprecher.

Leichen wurden obduziert

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass das Verfahren aufgrund einer Mitteilung des Uniklinikums aufgenommen worden sei. Die entsprechenden Krankenunterlagen seien der Behörde bereits übergeben worden. Auch seien die Leichname obduziert worden, das Ergebnis stehe noch aus. Ein externer Sachverständiger soll zudem klären, woher die Legionellen stammten und ob gegen Hygienevorschriften verstoßen worden sein könnte. "Anhaltspunkte für ein ärztliches Fehlverhalten bestehen derzeit nicht", so die Staatsanwaltschaft.

Legionellen sind Bakterien, die bei Menschen Krankheiten auslösen können – von grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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