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Verdi droht mit unbefristetem Streik im Nahverkehr


Tarifstreit
Verdi droht mit unbefristetem Streik im Nahverkehr

Von dpa
23.04.2024Lesedauer: 2 Min.
Verdi droht mit unbefristetem Streik im NahverkehrVergrĂ¶ĂŸern des BildesWĂ€hrend eines Warnstreiks von Mitarbeitern der Leipziger Verkehrsbetriebe brennt eine Streiktonne mit dem Verdi-Logo. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)
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Der Tarifstreit im Nahverkehr in Sachsen eskaliert. Verdi droht mit einem unbefristeten Streik, wenn bis Donnerstagmittag kein verbessertes Angebot vorliegt.

Im Tarifstreit im regionalen Linienverkehr in Sachsen hat die Gewerkschaft Verdi dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) mit einem unbefristeten Streik gedroht, falls er sein letztes Angebot nicht anpasst. "Sollten die Arbeitgeber bei ihrer Haltung bleiben und sollten sie diesem Standpunkt beharren und sagen, es kommen keine neuen Zahlen auf den Tisch, dann beginnt am Freitag ein unbefristeter Streik in den regionalen ÖPNV-Betrieben", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Paul Schmidt am Dienstag. Der AVN habe bis Donnerstagmittag um 12.00 Uhr Zeit, der Gewerkschaft ein verbessertes Angebot vorzulegen.

Die Gewerkschaft betonte jedoch, dass sich ein unbefristeter Streik noch verhindern ließe. "Wir sind jederzeit gesprĂ€chsbereit, wenn die Arbeitgeber uns innerhalb der nĂ€chsten 48 Stunden ein entsprechendes Angebot vorlegen."

Betroffen wĂ€ren unter anderem Nahverkehrsbetriebe in den Landkreisen Vogtlandkreis, Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Meißen, SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz sowie Nahverkehrsbetriebe in Chemnitz und Dresden. Zudem seien in Unternehmen, die das Tarifwerk anwenden, aber nicht im AVN organisiert sind, befristete Streiks möglich. Hierzu gehören etwa die DB Regio Ost, der Omnibusverkehr Oberlausitz Niesky sowie die Straßenbahn-Bus GmbH Plauen.

Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der VergĂŒtung um 22 Prozent, mindestens aber 750 Euro pro Monat, sowie eine Erhöhung der VergĂŒtung fĂŒr Auszubildende und Praktikanten um 200 Euro pro Monat - beides rĂŒckwirkend zum 1. Januar dieses Jahres. Laut der Gewerkschaft boten die Arbeitgeber in der letzten Runde eine Erhöhung in drei Schritten um insgesamt 13,7 Prozent und eine InflationsausgleichsprĂ€mie an. Zudem verwies der Arbeitgeberverband darauf, dass es kein weiteres Entgegenkommen geben werde.

Die Verdi-Mitglieder lehnten das Angebot jedoch mit großer Mehrheit ab. "Diese 13,7 Prozent verteilen sich auf einen Zeitraum von zwei Jahren", erklĂ€rte Schmidt. Zudem soll der letzte Schritt etwa erst nĂ€chstes Jahr im Dezember erfolgen. Selbst dann hĂ€tte ein erfahrener Busfahrer immer noch einige 100 Euro weniger als das Einkommen, das ein Busfahrer in kommunalen Betrieben aktuell schon erhĂ€lt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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