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Corona-Infektion nach Leipzig-Demo: Bekannter "Querdenker" muss beatmet werden


Bekannter "Querdenker" schwer an Corona erkrankt

Von t-online, dak

Aktualisiert am 12.12.2020Lesedauer: 1 Min.
"Querdenken"-Demo in Leipzig: Nach seiner Teilnahme soll sich ein führender Kopf der Bewegung mit Corona infiziert haben.Vergrößern des Bildes"Querdenken"-Demo in Leipzig: Nach seiner Teilnahme soll sich ein führender Kopf der Bewegung mit Corona infiziert haben. (Quelle: U. J. Alexander/Symbolbild/imago-images-bilder)
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"Querdenker" reden die Gefahr durch das Coronavirus regelmäßig klein. Einer ihrer Köpfe musste nun künstlich beatmet werden, berichtet ein Verantwortlicher des Uniklinikums Leipzig.

Einer der bekannten "Querdenker" und Teilnehmer einer Demonstration musste nach Angaben eines Leipziger Mediziners in Leipzig wegen eines schweren Verlaufs von Covid-19 intubiert werden. Acht Tage nach der Teilnahme an einer Demo sei bei dem Mann die Behandlung erfolgt, sagte am Freitag Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand der Uniklinik Leipzig. "Das Virus nimmt keine Rücksicht auf die Menschen, egal wer sie sind", kommentierte der Mediziner auf der Sächsischen Landespressekonferenz. Er nutzte das zu einem Appell, sich an Abstandsregelungen zu halten und Kontakte zu vermeiden.

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Für eine Nachfrage von t-online war er zunächst nicht zu erreichen. Die Pressestelle der Leipziger Uniklinik erklärte, der Patient sei nicht im Uniklinikum behandelt worden. Josten ist Dekan der dortigen Medizinischen Fakultät und Krankenhauskoordinator in Sachsen. In sozialen Netzwerken war bereits seit Tagen das Gerücht verbreitet worden, einer der Funktionäre sei schwer an Covid-19 erkrankt.

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In Leipzig gibt es eine lokale Organisation Querdenken341. Auf eine Anfrage von t-online kam die Antwort, in den eigenen Reihen gebe es keinen Fall.

In der Antwort wird die Gefahr auch verniedlicht: Man achte auf die Stärkung des Immunsystems, lasse sich nicht in Angst und Schrecken versetzen und informiere sich umfassend: "So können wir uns bisher eines guten Gesundheitszustands erfreuen." Der Klinikdirektor habe "mutmaßlich falsche" Informationen an die Öffentlichkeit gegeben.

Verwendete Quellen
  • Twitter/Josa Mania-Schlegel
  • Telefonat mit der Pressestelle der Uniklinik Leipzig
  • Eigene Recherche
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