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Leipzig/Sachsen: Ingenieure entwickeln Wasserstoff-Straßenbahn

Innovation aus Sachsen  

Ingenieure entwickeln Wasserstoff-Tram

27.05.2021, 07:13 Uhr | dpa, t-online, mtt

Leipzig/Sachsen: Ingenieure entwickeln Wasserstoff-Straßenbahn. Coradia iLint Wasserstofftriebzug von Alstom (Quelle: dpa/Christoph Busse/Alstom)

Ein Prototyp des Coradia iLint von Alstom (Archivbild): weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird. (Quelle: Christoph Busse/Alstom/dpa)

Die nächste Wasserstoff-Innovation soll aus Sachsen kommen: An mehreren Standorten im Freistaat sollen Straßenbahnen ohne schädlichen Emissionen auf die Gleise gebracht werden.

Die Straßenbahnmanufaktur HeiterBlick in Leipzig erhält mit ihren Partnern für den Bau des ersten Prototyps vom Bund Fördergeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Die Schienenfahrzeugbauer des französischen Konzerns Alstom mit Werken in Bautzen und Görlitz haben die Zukunftstechnologie bereits in einem Wasserstoff-Zug verbaut.

Die Vision: Straßenbahnen ohne Oberleitungen und CO2-Ausstoß – stattdessen eine Bahn mit Brennstoffzellenantrieb. "Interessant wird die Technologie, wenn Straßenbahnen über das ursprüngliche Netz hinausfahren und Außenbezirke neu an die Straßenbahn angebunden werden sollen", sagt Verkehrswissenschaftler Arnd Stephan von der TU Dresden. "Grüner Wasserstoff" gilt als ein Baustein für die Energiewende. Der erste Prototyp aus Leipzig soll in vier Jahren durch die ersten Städte rollen.

Ist eine Wasserstoff-Straßenbahn wirklich sinnvoll?

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Michael Sterner, Professor für Energiespeicher an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg sagte dem MDR, wo man in Großstädten Gleise verlege, könne man fast immer auch eine Oberleitung ziehen. Das sei effizienter, denn: "Wenn ich den Strom erst zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff verwende und den Wasserstoff anschließend komprimiere, speichere, mittransportiere und in einer Brennstoffzelle wieder in Strom zurückverwandele, dann habe ich hier einen Wirkungsgrad von unter 40 Prozent."

Heiterblick-Geschäftsführer Samuel Kermelk verweist hingegen auf China, wo es schon Straßenbahnen mit Wasserstoff-Antrieb gibt: "Wir haben kein Interesse, dass wenn ein deutscher Verkehrsbetrieb das nachfragt, dann ein chinesischer Hersteller die Bahn nach Deutschland liefert", sagte er dem MDR. "Das möchten wir schon gerne selber machen."

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